dr. jur. Hubert Lang

Juden in Leipzig

Manfred Unger/Hubert Lang (Bearbeiter)
Herausgeber: Rat des Bezirkes Leipzig, Abteilung Kultur
Leipzig 1989

„Juden in Leipzig“ erschien zum 51. Jahrestag der Reichspogromnacht genau ein Jahr nach Eröffnung der Ausstellung zum gleichen Thema im Kroch-Hochhaus quasi als Ausstellungskatalog.

Als Herausgeber fungierte die Abteilung Kultur des Rates des Bezirkes Leipzig, die auch die Ausstellung staatlicherseits verantwortet hatte.

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Martin Drucker – Das Ideal eines Rechtsanwalts

Martin Drucker – das Ideal eines Rechtsanwalts,
Herausgeber: Ephraim Carlebach Stiftung Leipzig, 1997

Vorwort

Der 50. Todestag Martin Druc­kers im Februar diesen Jahres, war ein würdiger Anlass, an diesen mu­tigen Leipziger Juristen zu er­innern.1

Die Ephraim Carlebach Stiftung fühlt sich mit dem namhaftesten Leipziger Rechtsanwalt in ganz besonderer Weise verbunden.

Auch wenn Martin Drucker – wie bereits sein Vater – nicht mehr der jüdischen Gemeinde angehörte, fühlte er sich lebenslang mit den jü­dischen Bürgern dieser Stadt privat und beruflich eng verbunden.

Martin Drucker gehört zu den wenigen mutigen Söhnen der Stadt Leip­zig, die über Jahrzehnte aus unterschiedlichsten Gründen aus der Stadtgeschichte verdrängt und folglich heute zu Unrecht weitestge­hend in Vergessenheit geraten sind.

Seinem couragierten Widerstand und seinem uneigennützigen Enga­ge­ment für Verfolgte und Bedrängte ist es zu verdanken, dass die Stadt Leipzig in der deutschen Rechtsgeschichte zwischen 1933 und 1945 nicht nur mit fanati­siertem Rassenwahn und menschen­verachtender Na­ziideologie in Verbindung gebracht werden muss.

Buchtitel Gestaltung: Damm&Fiedler, Leipzig
Innenseiten Gestaltung: Damm&Fiedler, Leipzig
Innenseiten Gestaltung: Damm&Fiedler, Leipzig

Der Name Martin Druc­kers kann deshalb vollkommen zu Recht in einem Atemzug mit den Leipziger Widerstands­kämpfern Carl Goer­de­ler (1884–1945) und Walter Cramer (1886–1944) genannt werden.

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Judaica Lipsiensis

Herausgeber: Ephraim-Carlebach-Stiftung, Leipzig 1992

Am Ende des Zweiten Weltkrieges stand auch die Stadt Leipzig an einem Endpunkt. Die Stadt war schwer zerstört, die Bevölkerungszahl um über 100.000 gesunken. 14.000 Leipziger waren Opfer der Judenverfolgung geworden. Nur wenigen war es gelungen, ihr Leben durch die Flucht zu retten.

Die Chronik der Leipziger jüdischen Gemeinde nennt mit Stolz die Namen bedeutender Persönlichkeiten. Doch das Leben, der Alltag, wurde durch die heute für uns namenlosen Mitglieder der Gemeinde geprägt. Diese lebten mit und neben uns. Sie erlebten familiäres Glück und Unglück, beruflichen Erfolg und Misserfolg, Streit und Missgunst. Aber fast alle fühlten sich hier zuhause, denn Leipzig war für sie eine besondere Stadt.
Dann sollte diese Stadt plötzlich nicht mehr ihr Leipzig sein. Am 21. Januar 1942, nur einen Tag nach der Wannsee-Konferenz, begann in Leipzig die „Endlösung“. Damals wurden über 700 Juden nach Riga deportiert.

Beispielseiten Gestaltung: Damm&Fiedler, Leipzig
Titel Gestaltung: Damm&Fiedler, Leipzig

Warum können wir Menschen, die anderen Glaubens sind, anders denken, anders fühlen oder anders aussehen, nicht neben uns ertragen?
Was bewirkt, dass Vertrauen und selbstverständliches Nebeneinander in Hass und Aggression, ja sogar in Bestialität umschlagen?

Wir müssen uns diesen Fragen immer wieder stellen, wenn wir als Menschen eine Zukunft haben wollen. Der wahrhaft menschliche Umgang mit unseren Nachbarn und unserer Umwelt ist die einzige Gewähr für unser gemeinsames Überleben.

Das Schicksal jüdischer Menschen kann und muss uns hierfür stetiges warnendes Beispiel sein.
Bilder verblassen, drohen zu verschwinden. Doch nur in der Erinnerung liegt die Erlösung.

Hubert Lang (1992)

Format: 250 x 300 mm,
limitierte Auflage von 300 Stück,
handgebunden, signiert

> nicht im Handel erhältlich

Hans Bachwitz

Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung "Anwalt ohne Recht" im Bundesverwaltungsgericht am 26. März 2012

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