dr. jur. Hubert Lang

047a Ebert, Otto Erich (bis 1906: Epstein)

Dr. jur. (Prag 1905), Oberbibliothekar
(19.05.1880 Prag - 03.09.1934 Prag)

Otto Ebert war der älteste Sohn des Arztes Dr. med. Heinrich Epstein (1847-1918) und dessen Ehefrau Sophie geb. Feigl (1858-1940). Sein Bruder Egon Hanus Epstein (geb. 1886) war Kapellmeister in Halle/Saale. Er überlebte mit seiner Frau Paula geb. Heinemann (geb. … zum Artikel

171a Löbl, Alexander

(13.11.1890 Eiwanowitz/Mähren – nach 1965)
Dr. jur. (Wien), Angestellter

Alexander Löbl war der Sohn von Alois Löbl (1839-1906) und dessen Ehefrau Theresa geborene David (1853-1927). Seine Großeltern waren Joachim Löbl und Cäcilie geborene Herzl. Die Großmutter war eine Verwandte von Dr. jur. (Wien 1884) Theodor Herzl (1860-1904), dem Stammvater … zum Artikel

173a Loewenheim, Gabriel Kurt

(14.03.1874 Leipzig - 12.03.1933 Leipzig)
Dr. jur. (Halle/Saale 1897), Landgerichtspräsident

Kurt Loewenheim war der Sohn des Steindruckereibesitzers Wilhelm Loewenheim (1844-1929) und dessen Ehefrau Hedwig geborene Hirschfeld (1850-1911). Die Eltern kamen aus Königsberg nach Leipzig, wo der Vater die Firma Eschebach & Schäfer, Officin für Kunst- und Luxusdruck, übernahm. Die Eltern … zum Artikel

118a John, Georg Ludwig Hugo (vormals: Cohn)

(12.11.1883 Leipzig – 07.11.1914 in Warneton/Belgien)
Rechtsanwalt

Georg John war der Sohn des Santitätsrates Dr. med. Felix John (1853-1919) und dessen Ehefrau Helene geborene Haase (1854-1940). Er hatte einen jüngeren Bruder Hans John (1893-1915) und eine Schwester, die Kunstmalerin Luise John. Der Vater stammte aus Görlitz und … zum Artikel

180a Marcus, Richard

(10.05.1883 Posen – 02.05.1933 Leipzig)
Dr. jur. (Breslau 1909), Kreishauptmann

Richard Marcus war der Sohn des Industriellen Josef Marcus (1841-1930) und dessen Ehefrau Cäcilie geborene Hepner (1854-1954). Der Berliner LGR Georg Marcus (1848-1915) war sein Onkel. Der Vater war Eigentümer von Sägemühlen und Mitinhaber der Spritfabrik Gebrüder Hepner & Co., … zum Artikel

Renate Drucker (1917–2009) Ehrenbürgerin der Unversität

Fotoausstellung in der Moitzbastei anläßlich der 100. Geburtstages von Renate Drucker

Renate Drucker war die einzige Ehrenbürgerin der Leipziger Universität. Sie baute nach Kriegsende in schwerster Zeit das Universitätsarchiv auf und wurde deren Direktorin. Bleibende Verdienste erwarb sie sich zuletzt aber insbesondere als langjährige Gründungsvorstandsvorsitzende der Ephraim Carlebach Stiftung. Keine der … zum Artikel

Juden in Leipzig

Manfred Unger/Hubert Lang (Bearbeiter)
Herausgeber: Rat des Bezirkes Leipzig, Abteilung Kultur
Leipzig 1989

„Juden in Leipzig“ erschien zum 51. Jahrestag der Reichspogromnacht genau ein Jahr nach Eröffnung der Ausstellung zum gleichen Thema im Kroch-Hochhaus quasi als Ausstellungskatalog.

Als Herausgeber fungierte die Abteilung Kultur des Rates des Bezirkes Leipzig, die auch die Ausstellung staatlicherseits verantwortet hatte.

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Martin Drucker – Das Ideal eines Rechtsanwalts

Martin Drucker – das Ideal eines Rechtsanwalts,
Herausgeber: Ephraim Carlebach Stiftung Leipzig, 1997

Vorwort

Der 50. Todestag Martin Druc­kers im Februar diesen Jahres, war ein würdiger Anlass, an diesen mu­tigen Leipziger Juristen zu er­innern.1

Die Ephraim Carlebach Stiftung fühlt sich mit dem namhaftesten Leipziger Rechtsanwalt in ganz besonderer Weise verbunden.

Auch wenn Martin Drucker – wie bereits sein Vater – nicht mehr der jüdischen Gemeinde angehörte, fühlte er sich lebenslang mit den jü­dischen Bürgern dieser Stadt privat und beruflich eng verbunden.

Martin Drucker gehört zu den wenigen mutigen Söhnen der Stadt Leip­zig, die über Jahrzehnte aus unterschiedlichsten Gründen aus der Stadtgeschichte verdrängt und folglich heute zu Unrecht weitestge­hend in Vergessenheit geraten sind.

Seinem couragierten Widerstand und seinem uneigennützigen Enga­ge­ment für Verfolgte und Bedrängte ist es zu verdanken, dass die Stadt Leipzig in der deutschen Rechtsgeschichte zwischen 1933 und 1945 nicht nur mit fanati­siertem Rassenwahn und menschen­verachtender Na­ziideologie in Verbindung gebracht werden muss.

Buchtitel Gestaltung: Damm&Fiedler, Leipzig
Innenseiten Gestaltung: Damm&Fiedler, Leipzig
Innenseiten Gestaltung: Damm&Fiedler, Leipzig

Der Name Martin Druc­kers kann deshalb vollkommen zu Recht in einem Atemzug mit den Leipziger Widerstands­kämpfern Carl Goer­de­ler (1884–1945) und Walter Cramer (1886–1944) genannt werden.

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Trübe sind die Gewässer der Erinnerung

Trübe sind die Gewässer der Erinnerung. Vieles ist bis zur Unkenntlichkeit verblasst oder wirkt merkwürdig unglaubhaft. Das Rühren in diesen Tümpeln führt nicht zur Klarheit – ganz im Gegenteil. Auch die Wahrheit wird so relativ. ... zum Artikel

Plakate 2+2 Zwei Generationen

„Eine Huldigung an die Plakatkunst“

Mit Freundschaften ist es nicht anders, als in einer Ehe: sie muss sich bewähren in guten wie in schlechten Tagen. Da ich öffentliches Reden weitestgehend zu vermeiden trachte, wartet heute eine besonders schwere Prüfung mich. Aber wozu hat man Freunde? ... zum Artikel

Jochen Fiedler

Gedanken über keinen Unbekannten

Manchmal weiß ich tatsächlich nicht, was in seinem Kopf vorgeht und ich befürchte seiner langjährigen Partnerin in Familie und Beruf, der Gebrauchsgraphikerin Jutta Damm-Fiedler, geht es ab und an ebenso. ... zum Artikel

Der Untergang der Erde

Oder: Die Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut!

Als mehrere Jahrtausende nach dem Untergang der Erde Außerirdische erstmals Experten auf diesen Planeten schickten, sollten diese insbesondere die Ursachen des jähen Endes der Zivilisation erforschen. Da Außerirdische bereits seit Anbeginn wissen, dass Dummheit eine magische Anziehungskraft besitzt, sollten die … zum Artikel

Christa Gottschalk wird 80!

(und wir sind dabei gewesen)

Der Herr Intendant, Wolfgang Engel, hatte zur Matinee geladen und (fast) alle, alle kamen. Es war ein Strömen in die heiligen Hallen in der Bosestraße wie wohl lange nicht. Das Publikum erreichte durchschnittlich in etwa das Alter der Jubilarin, aber … zum Artikel

Asbest in der Deutschen Bücherei?

Zeitschriften sind auch nur Menschen. Wir Leser vergessen das leider allzu oft. Wir halten deren agieren deshalb zumeist für objektiv und nicht von emotionalen und das heißt insbesondere von allzu menschlichen Regungen bestimmt. Nur ganz selten – zumeist durch ein … zum Artikel

60 Jahre Staatsarchiv

Vortrag gehalten am 23.05.2014 anlässlich der Festveranstaltung zum 60. Jahrestag der Gründung des Staatsarchiv Leipzigs

Meine sehr geehrten Damen und Herren, lieber Herr Jäger, gerne habe ich Ihre Einladung angenommen, den heutigen besonderen Tag zum Anlass zu nehmen, um zumindest summarisch meine Erfahrungen mit Ihnen zu teilen, die ich in fast 25jähriger Befassung mit den … zum Artikel

Tief ist der Brunnen der Vergangenheit

Gedanken zum schwierigen Verhältnis der Anwälte zu ihrer Geschichte

Jeder literaturbeflissene Jurist kennt wohl diesen berühmten Anfangssatz aus Thomas Manns Roman-Tetralogie „Joseph und seine Brüder“. In der Weltliteratur hat kaum ein Satz die Unergründlichkeit unseres Seins so treffend auf den Punkt gebracht. Im Vergleich dazu muss die Geschichte der … zum Artikel

Judaica Lipsiensis

Herausgeber: Ephraim-Carlebach-Stiftung, Leipzig 1992

Am Ende des Zweiten Weltkrieges stand auch die Stadt Leipzig an einem Endpunkt. Die Stadt war schwer zerstört, die Bevölkerungszahl um über 100.000 gesunken. 14.000 Leipziger waren Opfer der Judenverfolgung geworden. Nur wenigen war es gelungen, ihr Leben durch die Flucht zu retten.

Die Chronik der Leipziger jüdischen Gemeinde nennt mit Stolz die Namen bedeutender Persönlichkeiten. Doch das Leben, der Alltag, wurde durch die heute für uns namenlosen Mitglieder der Gemeinde geprägt. Diese lebten mit und neben uns. Sie erlebten familiäres Glück und Unglück, beruflichen Erfolg und Misserfolg, Streit und Missgunst. Aber fast alle fühlten sich hier zuhause, denn Leipzig war für sie eine besondere Stadt.
Dann sollte diese Stadt plötzlich nicht mehr ihr Leipzig sein. Am 21. Januar 1942, nur einen Tag nach der Wannsee-Konferenz, begann in Leipzig die „Endlösung“. Damals wurden über 700 Juden nach Riga deportiert.

Beispielseiten Gestaltung: Damm&Fiedler, Leipzig
Titel Gestaltung: Damm&Fiedler, Leipzig

Warum können wir Menschen, die anderen Glaubens sind, anders denken, anders fühlen oder anders aussehen, nicht neben uns ertragen?
Was bewirkt, dass Vertrauen und selbstverständliches Nebeneinander in Hass und Aggression, ja sogar in Bestialität umschlagen?

Wir müssen uns diesen Fragen immer wieder stellen, wenn wir als Menschen eine Zukunft haben wollen. Der wahrhaft menschliche Umgang mit unseren Nachbarn und unserer Umwelt ist die einzige Gewähr für unser gemeinsames Überleben.

Das Schicksal jüdischer Menschen kann und muss uns hierfür stetiges warnendes Beispiel sein.
Bilder verblassen, drohen zu verschwinden. Doch nur in der Erinnerung liegt die Erlösung.

Hubert Lang (1992)

Format: 250 x 300 mm,
limitierte Auflage von 300 Stück,
handgebunden, signiert

> nicht im Handel erhältlich

Hans Bachwitz

Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung "Anwalt ohne Recht" im Bundesverwaltungsgericht am 26. März 2012

Guten Abend meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde, ich begrüße Sie zu unseren heutigen zweiten Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Anwalt ohne Recht“ in diesem besonderen historischen Ambiente. ... zum Artikel

Der Rechtsstatus der Israeliti­schen Religions­gemeinde zu Leipzig

Der Rechtsstatus der Israeliti­schen Religions­gemeinde zu Leipzig seit seiner Gründung 1847 bis heute

Die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig teilte das Schicksal aller jüdischen Gemeinden Deutschlands in der Zeit des Nationalsozialismus. Jedoch auch in den Jahrzehnten vor der Machtergreifung Hitlers war der Kampf um die wahre Gleichstellung aller Bürger unabhän­gig von ihrem religiösen Glaubensbekenntnis bestimmt vom Kampf um die juristische Ausgestaltung dieser Rechte. ... zum Artikel

Leipziger Juristische Vorträge

Vorwort, in:
Peter Landau, Die deutschen Juristen und der nationalsozialistische Juristentag 1933

Die Bemühungen der Ephraim Carlebach Stiftung Leipzig richten sich seit ihrer Gründung darauf die historischen Vorgänge der Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der jüdischen Bevölke­rung unserer Stadt in immer stärkeren Maße insbesondere für die Nachge­borenen deutlich zu machen. Hierbei rückt auch … zum Artikel

Dr. Curt Graf (1888–1971)

Anwalt und Sozialdemokrat in Leipzig

Curt Graf wurde am 16.09.1888 in Glogau als ältester Sohn des jüdischen Kantors Max Graf1 (1858–1929) geboren. Die Familie kam zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Leipzig, als der Vater hier eine Lehrerstelle an der Religionsschule der hiesigen jüdischen Gemeinde … zum Artikel