dr. jur. Hubert Lang

Martin Drucker – Das Ideal eines Rechtsanwalts

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Allerhöchster! Ich danke Ihnen für Ihren Brief vom 18. April 36. Nachdem Sie sich selbst unerhörtester Schreibnachlässigkeit bezichtigen, bleibt mir es erspart, Ihnen das vorzuwerfen. Magnus war hier, und ich habe mich seiner nach meinen schwachen Kräften angenommen. Das war mir ein umso grösseres Vergnügen, als er wirklich ein – wie man so sagt – „feiner Kerl“ ist! Wir haben schöne Stunden durch ihn gehabt, weil er uns insbesondere den Duft vergangener Zeiten mitbrachte. Darüber will ich Ihnen nichts erzählen, weil Sie das vielleicht nicht so ganz empfinden können, wenn Sie noch dort in der alten Heimat, in der alten Umgebung, in der alten Arbeit sich bewegen können. Das sind Dinge, über die man   s p r e c h e n   muss, die sich nicht so gut schreiben lassen! Ich habe Magnus gesagt, dass Sie doch einmal herkommen möchten! Das ist mein Ernst! Einmal eine ganz, ganz andere Umgebung (Wie damals in Gardone!!!). Und wir laden Sie in aller Form hiermit ein! Ich weiss, dass Sie nicht genug Auslandsgeld bekommen werden. Deshalb: Sie schlafen und essen bei uns und wir werden uns so um Sie kümmern, wie es uns selbst die grösste Freude machen wird! Sie finden hier viele alte Bekannte [(Martin) Seligsohn (1868-1942), Prof. (Otto) Opet, RA Landsberg], nur um einige Namen zu nennen), und massenhaft Anregungen, die Sie aus der Tretmühle des Alltags einmal herausreissen! Schreiben Sie, wann Sie kommen!!! Sonst geht es uns gut. Renate ist auf dem Lande im Emek, sie pflanzt Gemüse, erntet Hühnereier, arbeitet am Hausbau mit, reitet viel und gern, und wird vielleicht doch einmal eine richtige Bäuerin werden. Mottchen geht in die Schule, ist eine fleissige Schülerin und ein sehr liebes Kind. Nicht erst zu erwähnen, dass die Kinder fliessend hebräisch sprechen, nur nicht gern mit den Eltern, weil es bei diesen noch nicht so fliessend geht und Kinder sich nun einmal nicht durch ihre Eltern gern compromittieren lassen. Unsere Unruhen machten uns natürlich Sorge. Aber wir sind so zuversichtlich, dass es eine Freude ist. Auch über diese Dinge kann man nicht so schreiben. Auch darüber werden wir uns unterhalten! Bitte veranlassen Sie doch, dass man mir das abändernde Urteil der Reichs-RA.-Kammer bald schicke! Und dann noch etwas: Am 19.9.35 schrieb ich in jener Sache einen Brief an Eckstein. Ich habe ein besonderes Interesse, zu wissen, ob er angekommen ist. Ich zeigte ihn Magnus, er wird Ihnen berichten. Mein Laden geht naturgemäss jetzt gar nicht. Das ist auch kein Wunder, weil man das Ende des Streiks abwarten will. Wie geht es Ihrer Frau und den Kindern? Magnus konnte uns hierüber nicht erschöpfend berichten. Meine Schwiegermutter war einige Monate bei uns, hat sich dann hier den Oberschenkel angebrochen und ist jetzt wieder heimgefahren. Rufen Sie sie doch einmal an. Sie kann Ihnen viel erzählen, wenn es Sie interessiert. Sie war ja unser längster Besuch. Ach wie gerne möchte ich mich einmal mit Ihnen zusammensetzen und mit Ihnen sprechen! Das können Sie sich nicht vorstellen! Jetzt wird es warm und wir möchten gern im Sommer einmal nach Europa fahren. Ich fürchte aber, es wird nicht gehen, weil mich einer in Europa mit Geld sitzen lässt. Wenn es noch klappt, fahren wir nach Franzensbad! Grüssen Sie bitte Ihre Frau und Ihre Kinder und seien Sie selbst recht herzlich gegrüsst von Ihrem Cerf