dr. jur. Hubert Lang

Martin Drucker – Das Ideal eines Rechtsanwalts

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Dr. Paul Langerhans
Neue Kieler Landstr. 81
(24) Rendsburg, 7.5.46

Sehr geehrter Herr Justizrat!

Sie hatten die grosse Liebenswürdigkeit, meine Schwester gegen Ende vorigen Jahres in der Frage meiner Rückkehr nach Leipzig zu beraten. Es erschien damals wenig opportun, dass ich alsbald zurückkehrte, auch glaubte ich damals hoffen zu können, hier in Schleswig-Holstein ein berufliches Betätigungsfeld finden zu können. Aus diesen Erwägungen habe ich die Leipziger Angelegenheit zunächst nicht weiter betrieben, wobei auch die Hoffnung eine Rolle spielte, die Scheidewand zwischen den Zonen würde sich bald mehr und mehr lockern. Schliesslich war mir auch von anderer Seite der Rat erteilt worden, zunächst noch abzuwarten.
Jetzt treiben die Dinge aber dahin, dass die sog. Zonenflüchtlinge mit einem Zwang rechnen müssen, in absehbarer Zeit wieder in ihren Ursprungsort zurückzukehren. Ein derartiges Gesetz soll vom Kontrollrat bereits beschlossen, wenn auch noch nicht veröffentlicht sein. Zu diesen Zonenflüchtlingen rechne aber auch ich mit meiner Familie, nachdem meine Frau mit den Kindern – es sind jetzt drei kleine Mädchen – nach der Ausbombung unserer Wohnung in der Mozartstr. 15 in Leipzig vom 4.12.43 im März 1944 hier in Rendsburg untergekommen ist, und ich ihr nach meiner Entlassung aus russischer Gefangenschaft folgte. Ich muß daher jetzt Alles versuchen, mich in Leipzig wieder etablieren zu können. Hierzu erbitte ich ergebenst Ihren Rat bzw. Ihre Unterstützung. Welche Schritte habe ich zu unternehmen und was ist dabei insbes. anzuführen? Sind Bürgen zu stellen?
Bei der Übernahme des Hanno Hagenschen Büros durch Herrn Kollegen Dr. (Oskar) Kolbe, sind Abmachungen getroffen worden, die mir für den Fall meiner Rückkehr aus dem Felde und Wiederzulassung als Anwalt Anspruch auf Wiederaufnahme der Praxis bzw. Beitritt geben, sodass eine Grundlage für meine Wirtschaftliche Existenz gegeben sein dürfte.
Was politisch mit mir los war, wissen Sie ja durch meine Schwester, auch dass ich weiss Gott kein wilder Nazi war. Es ist eben leider so gewesen, dass ich 1933 in beruflich sehr schwere Lage kam, da Hagen das Vertragsverhältnis zu mir damals löste, und ich glaubte, mir einen Rückhalt schaffen zu müssen durch Beitritt zur Partei, deren damaliger grosser innenpolitischer Erfolg und proklamierten Ziele ja damals viele bestachen. Die Tätigkeit als Blockleiter habe ich seit meiner schweren Erkrankung im Jahre 1937, wo ich über 3 Monate in einem Norweger Krankenhaus lag, nur noch zeitweilig ausgeübt. Sie beschränkte sich i. W. auf die Verteilung der Lebensmittelkarten u. das Kassieren der Beiträge. Wird es von erheblicher Bedeutung sein, dass ich vorübergehend beauftragter Staatsanwalt war? – Vom 17. Mai 1943 bis zu meiner Gefangennahme am 7.5.45 war ich (einfacher) Soldat. Als Verwundung erlitt ich einen Schädelstreifschuss.
Meine Hoffung zur Leipziger Frühjahrsmesse Leipzig einen Besuch abstatten zu können, hat sich leider nicht erfüllt, sodass ich eine persönliche Vorsprache bei Ihnen z. Z. nicht bewerkstelligen kann. Ich bitte Sie daher um brieflichen Bescheid. Ich glaube annehmen zu können, dass Herr LgPräsident (Alfred) Neu meiner Wiederzulassung wohlwollend gegenübersten würde.
Ich darf Ihnen noch berichten, dass ich kürzlich in Lübbecke in Westfalen die beiden Töchter meines Onkels Georg Langerhans, Ihres einstigen Klassenkameraden, Eva (1905-2000) u. Maria (1911-1992), antraf. Evas Mann ist als Min. Rat noch in einem Westdeutschen Lager, Marias Ehemann ist wieder bei ihr. Von dem Sohn Heinz Langerhans fehlt jede Spur.

Ich empfehle mich Ihnen als Ihr Ihnen sehr ergebener

Dr. Paul Langerhans

Beste Empfehlungen auch an Herrn Dr. (Kurt) Eckstein!