dr. jur. Hubert Lang

Zwischen allen Stühlen Juristen jüdischer Herkunft in Leipzig (1848-1953)

Mit diesen Ergänzungen und Korrekturen zu den 2014 veröffentlichten Biogrammen sollen Nutzern des Buches neueste Erkenntnisse zu den dargestellten Juristen jüdischer Herkunft zur Verfügung gestellt werden. Die Texte beziehen sich auf die Numerierungen in den Biogrammen im Buch.

Kapitel

  • Zwischen allen Stühlen Juristen jüdischer Herkunft in Leipzig (1848-1953) Ergänzungen und Korrekturen

Inhaltsverzeichnis

Anlage A   Biogramme (Ergänzungen und Korrekturen)

002 Alterthum, Martin

Seine Mutter, Margarete geborenen Simonson, war am 08.03.1864 in Gutstadt geboren. Sein Bruder Hans A. starb am 21.02.1972 in Israel. Sein Vater Adolf A. war ein Bruder von Hessel A. (1816-1873), dem Großvater des Berliner Rechtsanwalts Willy Alterthum (* 1879).

003 Asten Paul

Sein Vater Heinrich Abraham war am 29.07.1825 in Culm geboren und starb am 27.08.1901 in Hamburg. Seine Mutter Johanna geborene Cohn war geboren am 17.09.1839 in Hamburg und starb am 10.02.1914 ebda.
Seine Brüder waren:
Theodor Abraham, geboren am 02.06.1858 in Hamburg
Emil Asten (24.07.1866 Hamburg – 17.04.1939 ebda.) Sein Sohn war Curt Asten (03.04.1901 Hamburg – 06.07.1977 ebda.)
Richard Carl Abraham (22.01.1871 Hamburg – 08.03.1942 Hamburg)
Quelle: https://www.hohenemsgenealogie.at/gen/getperson.php?personID=I21872&tree=Hohenems (09.08.2022)

004 Bachwitz, Hans

Der Schwank „Die leicht bekleidete Adele“, den B. mit dem Redakteur Fritz Mack verfasst hatte, wurde 1925 im Kurtheater von Bad Elster uraufgeführt. Sein Lustspiel „Ruck nach rechts“ wurde 1926 im Kleinen Lustspielhaus in Hamburg uraufgeführt. Vor seinem Tod hatte er noch das das Lustspiel „Blaubusch & Co.“ beendet, welches in Berlin uraufgeführt werden sollte.
Der Mädchenname seiner Ehefrau war Littauer. Sie war die einzige Tochter von Hilary und Dora Littauer, geb. Beckmann. Die Verlobung erfolgte im Juli 1908. B. wurde im Familiengrab seiner Schwiegereltern auf dem Alten Jüdischen Friedhof beigesetzt. Flora B. heiratete im Juli 1939 in Warschau Julian Rawicki.
Quelle: http://hubertlang.de/anwaltsgeschichte/hans-bachwitz/; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/7VJY2CG3JSGBHVRYJ3G3UWDYVKVN36ZK?lang=de&query=%22Hans+Bauchwitz%22&hit=12&issuepage=11 (Todesanzeige des Vaters); https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/TOJCYAZ333AEHJUP63FLBT5PMORHDU6L?lang=de&query=%22Hans+Bauchwitz%22&hit=5&issuepage=11 (Verlobung); https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/3R5CCUPDRFYKGPKJAOJQLSWCCHU4SOKY?lang=de&query=%22Hans+Bachwitz%22&hit=10&issuepage=2; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/GEBAXS5LISV726QNUGLLG7ZEDSSWLEXT?lang=de&query=%22Bachwitz%22+leipzig&hit=2&issuepage=4 (Nachruf, 09.08.2022)

005 Baer, Friedrich

Baer war der Sohn des Geheimen Medizinalrates Dr. Abraham B. (1835-1908) und dessen Ehefrau Charlotte geborene Landsberg (1847-1912) in Berlin. Er hatte noch drei Geschwister. Sein Bruder Max war Ingenieur und lebte 1912 in Barcelona/Spanien. Er diente in der 4. Kompanie des 7. Infanterieregiments „König Georg“ Nr. 106 und fiel bei Warneton/Frankreich.

006 Barban, Heinrich

B. sandte seinen Sohn Andreas schon 1939 nach Shanghai. Er und seine Frau folgten ihm ein Jahr später.
Quelle: http://www.musiques-regenerees.fr/GhettosCamps/Internement/Shanghai/BarbanAndreas.html (19.09.2022)

008 Beer, Ludwig

Seine Mutter Marie geborene Aschaffenburg war geboren am 24.10.1836 in Albersweiler. Die Gräber der Eltern befinden sich auf dem Parkfriedhof in Essen. Beer hatte einen Bruder Karl (1849-1891). Seine Frau Hedwig geborene Janssen starb am 05.11.1959 in Waltham/USA. Die beiden Söhne Karl (1900-1965) und Peter (1904-1984) konnten ebenfalls rechtzeitig in die USA emigrieren.

015 Birckner, Hans

Seine erste Ehefrau Hildegard geborene Warnemünde war die Tochter von Adolf Warnemünde, Präsident der Gesellschaft für bildende Künste in Leipzig. Das Grab seiner Tante mütterlicherseits, Adele Lippowitz (24.04.1870 – 17.02.1907)) befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof. Sein Onkel Jakob Lippowitz beging 1934 in Wien Selbstmord. Sein Grab befindet sich im alten israelitischen Teil des Wiener Zentralfriedhofes.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/134682 (22.07.2022); https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Jakob_Lippowitz (22.07.2022); https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jakob_Lippowitz_grave,_Vienna,_2017.jpg (22.07.2022)

016 Blumenthal, Julius Fritz

Das Grab seiner Mutter, Julie geb. Scheidling (14.01.1867 Nürnberg – 15.02.1916 Leipzig), befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof. Sein Vater Georg B. wurde am 19.09.1942 in das Vernichtungslager Treblinka deportiert, wo er ermordet wurde.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/132345 (22.07.2022)

017 Bose, Carl Eduard von

Auf dem Leipziger Südfriedhof befindet sich das Grab der Familie von Bose. Dort ist neben den Eltern und dem Bruder Heinrich auch sein Bruder Carl (23.03.1901-03.10.1923) bestattet. Seine Tochter, Erika von Bose, starb am 06.02.2017 im Elisabeth-Krankenhaus in Leipzig.
Quellen: https://billiongraves.com/grave/Carl-Von-Bose/25962010?referrer=myheritage

021 Braude, Jakob

Seine Frau Ruby Braude (1908-2001) starb in London.

024 Broda, Gustav

Gustav Broda war einer der Förderer der 1802 gegründeten Leipziger Singakademie. Er übernahm ein Patronat. Seine Eltern waren der Handelsmann Gerson Broda (20.04.1799 – 15.02.1859) und Cäcilie B. (1804/05 – 03.11.1868) in Dresden. B. verteidigte in dem Prozeß übver den Zusammenbruch der Leipziger Bank 1902 den Angeklagten Rechtsanwalt Dr. Albert Gentzsch (1850-1916).
Quelle: Paul Langer, Chronik der Leipziger Singakademie. Herausgegeben zur 100jähr. Jubelfeier am 14.–16. Februar 1902, Leipzig 1902, S. 78; Berliner Tageblatt vom 19.07.1902, S. 3

030 Chamizer, Erwin

Chamizer heiratete am 01.04.1920 in Den Haag. Die Ehe blieb kinderlos. Seine Schwester Betty Ch. (1876 Leipzig – 1922 Antwerpen) heiratete 1903 John Sobolski aus Anvers. Ch. hatte noch einen weiteren Bruder Hirsch Alfrons, der 1877 geboren wurde und nicht nicht einjährig starb.
Namens des Vorstandes der Zionistischen Vereinigung Leipzig protestierte er in einer Stellungnahme im Leipziger Tageblatt vom 16.05.1905 gegen einen dort wenige Tage zuvor erschienenen antizionistischen Beitrag.
Quellen: Jane Wegewitz und Tom Pürschel, Broder, Cerf & Löbl – Nachbarn auf Zeit, Berlin 2017, S. 112; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/W7GK7EGUP4BC3DWIFOHZ5XTRZI7MHBEN?lang=de&query=chamizer&hit=5&issuepage=4; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/33UU32RZOAPXQBJUMOKCADBS5CG6X455?lang=de&query=chamizer&hit=8&issuepage=1 (09.08.2022); https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/133987 (Hirsch Alfons Ch.)

031 Chenciner, Moritz

Seine Eltern waren Jakob Ch. (1875-1968) und Julia geb. Piernikarz. Ch. hatte noch einen jüngern Bruder Joseph Ch. (1904-1995), der 1933 in die USA emigrierte und eine Schwester Felicja Ch. (* 1902 Warschau), die 1919 in Warschau Philosophie studierte.

032 Citron, Curt

Citrons Eltern waren der LGR Max C. (1846-1940) und dessen Ehefrau Wanda geborene Seligsohn (1852-1940). Sein Bruder Fritz C. (14.01.1876 Berent–26.12.1938 Berlin/Selbstmord) war Richter am Oberverwaltungsgericht am Preußischen OVerwG in Berlin.
Quelle: Renate Citron-Piorskowski und Ulrich Marenbach, Verjagt aus Amt und Würden. Vom Naziregime 1933 verfolgte Richter des Preußischen Oberverwaltungsgerichts, Berlin 2017, S. 28-40

037 Creutzberger, Justus

Sein Vater war zuerst Rechtsanwalt und seit 1884 Notar in Grünberg/Schlesien. In der Todesanzeige gab die Familie an, dass C. „plötzlich und unerwartet an einem Herzschlag“ gestorben sei.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/YZR46YOPNSLLL2OROALTTUIBDTLOXC52?lang=de&query=creutzberger&hit=4&issuepage=10 (09.08.2022)

040 David Martin

Die Eltern folgten ihrem Sohn nach Ausbruch des Krieges in die Niederlande, wo der Vater, Abraham David (25.03.1867 – 22.08.1940), starb. Seine Mutter, Bertha geb. Pinczower (21.04.1876 – 23.07.1943 Sobibor) wurde Opfer des Holocaust. Sie hinterließ eine Tagebuch, welches ihre Enkelkinder 2018 publizierten. D. hatte drei Brüder und eine Schwester, die rechtzeitig emigrieren konnten. Seine Frau Elsa geb. Feuchtwanger (11.12.1905 München – 27.10.1995 Doorn) starb ebenfalls in den Niederlanden.
Quelle: Betty Davids Tagebuch

045 Dressler, Leo

Dressler hatte noch eine Schwester Charlotte, die mit Ignaz Wittmann verheiratet war und nach dem Krieg in Montreal lebte.
Dressler starb am 01.10.1968 in Genf. Seine Urne wurde 1971 im Grab der Eltern beigesetzt. Die nach seinem Tod in Genf gegründete Frieda-Dressler-Stiftung übernahm die Grabpflege. Der Vater starb am 10.02.1935 und die Mutter am 09.07.1934. Das Grab der Eltern befindet sich auf dem Neuen Jüdischen Friedhof. Sein Bruder Karl wurde im Oktober 1938 abgeschoben und gilt als verschollen. Ein weiterer Bruder war Melchior D. (1897-1919). Sein Grab befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof.
Quelle: E-Mail Ellen Bertram vom 11.02.2022; https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/132020 (22.07.2022)

046 Drucker, Martin

Druckers jüngste Tochter Renate starb am 23.10.2009 in Leipzig.
Quelle: Jens Blecher und Howard M. S. Kroch (Hrsg), Renate Drucker 1917-2009. Nekrolog

048 Ehrenberg, Victor

Ein weiterer Bruder Ehrenbergs war Maximilian Otto E. (1848-1928). Dessen Sohn war der Theologe Prof. Hans Ehrenberg, Pfarrer in Bochum. Seine Urenkelin, die Schauspielerin und Sängerin Olivia Newton-Jones, starb am 08.08.2022 73jährig. Sie war die Enkelin des Nobelpreisträgers für Physik Max Born und dessen Ehefrau Hedwig geborene Ehrenberg.

050 Eitingon, Zina

Zina E. starb 1955 in Haifa. Ihre Mutter Ephratina geb. Goldberg 1964 ebenfalls in Haifa. Ihre Schwester die Pianistin Nadia (1903-1994) war verh. mit Prof. Israel Reichart (1891-1975). E. war verheiratet mit Dr. Yitzak Weitzmann (1892-1959).

051 Engländer, Bernhard

Engländer hatte fünf Kinder. Walter E. (1882-1941), ein weiterer Sohn, wurde in der Petrikirche getauft. Sein Taufpate war der RGR George Franz Friedrich Meyer. Er wurde im Mai 1941 in Pirna-Sonnenstein Opfer der Euthanasie. Es gibt zu ihm eine Patientenakte im Bundesarchiv. E.s Grab befindet sich auf dem Leipziger Südfriedhof.
Quellen: Jens Trombke, Zur Geschichte der Leipziger Peterskirche und ihrer Gemeinde, Leipzig 2012, S. 168; https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/11/Grabst%C3%A4tteBernhardEngl%C3%A4nder.JPG

052 Engländer, Siegmund Robert Konrad

Engländer wurde 1880 in der Petrikirche zu Leipzig getauft. Er war Vorsitzender der Sachverständigenkammer für Werke der Literatur beim AG und LG Leipzig.
Quelle: Jens Trombke, Zur Geschichte der Leipziger Peterskirche und ihrer Gemeinde, Leipzig 2012

062 Franke, Walter

Das Grab des Vaters, Hugo Franke (01.09.1862 – 08.01.1929), befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof. An gleicher Stelle befindet sich auch das Grab seiner Großmutter (mütterlicherseits), Emilie Platky, geb. Mortier (01.11.1832 – 06.09.1866).
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/130714 (22.07.2022)

064 Friedberg, Emil Albert

Sein Vater Adolf F. (1808-1844) war zuletzt Stadtrichter in Berlin. Seine Mutter war 1811 geboren.
Quelle: https://www.deutsche-biographie.de/sfz17229.html; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/64MF4SKZDAHQN6ZZUPXRMVHG6ICVQGO3?lang=de&query=%22Adolf+Friedberg%22&hit=1&issuepage=2 (Nachruf, 09.08.2022)

065 Fuchs, Anton Johannes

Seine am 28.03.1900 in Mainz geborene Ehefrau Ella Brugger starb am 22.02.1978 in Meran/Italien. Sie war die Tochter des Sanitätsoffiziers Rudolf Brugger und dessen Ehefrau Ida Agnes geborene Stolle (* 20.12.1865 Leipzig). Der Vater war altkatholisch, die Mutter evangelisch.

068 Glücksmann, Heinrich Anselm Gerd

Glücksmanns Mutter war eine Halbschwester von Fritz Haber.

069 Goldenberg, Karl Emil

G. war zur zeit seiner Heirat (1877) Gerichtsreferendar in Lichtenstein. Er war 1910 Mitglied des Vorstandes der Baugenossenschaft des Leipziger Kommunalvereins GmbH.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/R6RHMVL6UVPZQZEQ4Z57GZQA7XIYLRQL?query=%22Emil+Goldenberg%22+rechtsanwalt&hit=2&issuepage=3;  https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/73UJWDGAEHYZWOC3JMEZIT3UDK7NJDLR?query=%22Emil+Goldenberg%22+leipzig&hit=1&issuepage=5 (13.08.2022)

070 Goldmann, Karl Moritz

Seine Mutter Fanny geborene Plaut war geboren 01.04.1859 in Nordhausen und starb 19.12.1938 in Berlin-Schöneberg. Sie war die Tochter von Menke Plaut und Johanna geborene Heilbrunn, beide verstorben in Nordhausen. Der Vater Leopold G. (20.03.1859 – 28.10.1933) starb in Leipzig. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof. Die Eheschließung der Eltern war am 25.02.1885 in Nordhausen erfolgt.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/134913 (22.07.2022)

071 Goldschmidt, Konrad

Das Grab des Vaters Louis Goldschmidt befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/130510 (22.07.2022)

072 Goldschmidt, Levin

G. starb während eines Kuraufenthaltes Wahlershausen bei Kassel. Seine Frau Adele geb. Herrmann war am 30.08.1836 in Danzig geboren. Sie starb am 23.02.1916 in Berlin. Die Gräber der Eheleute G. befinden sich auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Schönhauser Allee.

074 Gottschalk, Hermann

Seine Mutter war Linna geborene Rosenberg. Das Grab seines Vaters Gerson G. (28.12.1829 Gröbzig – 07.09.1909 Leipzig) befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof. Seine Frau war die Lehrerin Gertrud geborene Ritter, geboren am 14.03.1881 in Rostock. Sie war die Tochter des Gutspächters Aemil Ritter und dessen Ehefrau Bertha Rischelmann in Damerow bei Rostock.

086 Harrwitz, Julius Paul

Harrwitz‘ Vater starb am 12.01.1908 in Dresden in der städtischen Heil- und Pflegeanstalt. Die Großeltern väterlicherseits waren der Kollekteur Israel H. und Beate geborene Friedländer in Breslau. Seine erste Ehefrau  war 1852 in Leipzig geboren. Seine Schwester Martha (1858-1914) heiratete 1880 in Dresden Ernst Emil Reichelt (1850-1881). H. promovierte 1884 in Jena. Eine weitere Enkelin war Anna-Luise Schneider, verh. Petri (1909-1985), die 1935 an der Leipziger Handelshochschule promoviert wurde. Ihr Sohn war der Lyriker und Graphiker Walther Petri (1940-2011).
Dissertation:  Kann dem Expropriaten die Zahlung der Entschädigungsgelder bis zur Stellung einer Cautionshypothek vorenthalten werden?
Quelle: Persönliche Informationen des Ururenkels Jan Petri vom 11.12.2016

089 Heiland, Gerhard Richard

Heiland war verheiratet mit Luise Paula geborene Winter.

090 Heiland, Johannes Richard

Heilands Großvater, der Malermeister Friedrich Julius H. (* 1823), war seit 1853 mit Nanny Elisabeth Heilberg (* 02.07.1820)  verheiratet. Sie ließ sich vor der Heirat taufen. Sein  jüdischer Urgroßvater war der Rabbiner und Lehrer Salomon Joseph (Lazarus) Heilberg (1784-1865) in Breslau.

092 Heilpern, Max

Heilpern heiratete am 26.10.1912 in Frankfurt/Main Franziska geborene Herxheimer. Sie war 1888 in Mainz geboren und starb am 22.02.1979 in Bern. Ihre Eltern waren der Kaufmann Ferdinand Herxheimer (1856-1918) und dessen Ehefrau Karoline geborene Jourdan (1860-1950) in Frankfurt/Main.
Max Heilpern war ein Freund des Bildhauers Max Klinger. Er gehörte zu einem Freundeskreis, welcher sich die Klinger-Kegelei nannte. H. war der einzige Jurist unter diesen ansonsten hauptsächlich aus Künstlern bestehenden Kegelfreunden.
LGD Gerhard Hübler war ein enger Freund der Familie und  der gesetzliche Vormund der behinderten Tochter Sabine.
Quelle: Ulrich Dahinden, Die Klinger-Kegelei, in: Leipziger Blätter, Sonderedition Vergessene Avantgarde, Künstlerhaus und Nikischplatz, Leipzig 2016, S. 40; Informationen von Stefan Wahrig (Enkel von Gerhard Hübler).

093 Heilpern, Samuel

Heilpern war mit Jenny geborene Kohn (*16.06.1853 Teplitz) verheiratet. Sie war die ältere Schwester des Rabbiners Max Kohn (1867-1916) in Soborten. Die Gräber seiner Eltern, Abraham G. und  Therese geb. Rappaport (01.12.1815 – 18.07.1897), befinden sich auf dem Alten Jüdischen Freidhof.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/134094 (22.07.2022)

095 Heller, Hermann Ignatz

Hellers Eltern waren der RA Dr. Jakob H. (1855-1916) und dessen Ehefrau Hermine geborene Fischer (1867-1908).  Er hatte eine Schwester Martha (1872-1932). Sein Schwiegervater war der Heimatdichter Gustav Falke (1853-1916).

098 Herling, Karl (Chaim) Meyer

Der Vater Leib Herling war 1878 in Kolomnea geboren, wo die Eltern im Jahr 1900 auch heirateten.

099 Herrmann, Elsa (verh. Pick)

Herrmann studierte seit 1916 Philosophie und seit 1917 Jura in Berlin. Sie starb am 23.03.1957 in München, wo sie bei ihrem Bruder zu Besuch weilte, nach schwerer Krankheit. Der Vater Max H. war 1859 geboren und starb am 20.01.1919 in Plauen. Ihre Mutter Emilie H. (1870-1942) wurde Opfer des Holocaust.
H. verließ Deutschland bereits 1933 und lebte zunächst in Teplitz-Schönau in Böhmen. Sie heiratete am 16.12.1933 den 15 Jahre jüngeren Bankrevisor Bedrich Goder. Diese Ehe – wie auch ihre zweite mit Karel Pick – blieben kinderlos.
H. hatte einen Bruder Adolf, der bis April 1939 die väterliche Firma leitete. Er emigrierte mit seiner Frau nach Bolivien. Er lebte nach 1945 in München und zuletzt in London.
Quellen: Jürgen Nitsche, Dr. Elsa Hermann, eine streitbare jüdische Frauenrechtlerin und ihr Buch „So ist die neue Frau“. Nicht nur ein Exkurs zu ihrem Weiblichkeitsentwurf in den späten 1920er Jahren. In:  Caris-Petra Heidel (Hrsg.), Jüdinnen und Psyche, Frankfurt am Main 2016, S. 77 bis 108.

100 Herrmann, Franz

Herrmann wurde 1957 was Große Bundesverdienstkreuz verliehen.
Quelle: http://ausstellung.geschichte-innenministerien.de/biografien/franz-herrmann/ (19.10.2019)

101 Hesse, Richard

Seine Ehefrau Elisabeth geb. Kubenka war 1898 in Bottrop geboren.

104 Hirschfeld, William

Das Grab seiner Eltern, Hermann H. und Henriette geb. Rothgießer (21.10.1824 Fraustadt – 16.02.1910 Leipzig) befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/134576

106 Hoeniger, Victor

Der Vater starb 1895 in Ratibor. Seine Mutter Bertha geborene Weißler (1850-1901) starb in Halle/Saale. Er hatte noch weitere jüngere Geschwister: Den Bankier Hans H. (* 1871) in Ratibor; Dorothea Else H. (* 1874); Curt H. (*1877); Frieda (* 1878) und Erich (* 1887) . Seine Schwiegereltern waren der Medizinalrat Dr. Theodor Dreßler (* 1835) und Bertha geborene Wagner.

111 Jacobson, Hermann Albert

J. vertrat gemeinsam mit Martin Drucker den Angeklagten Bankier Leo Schiffmann als Offizialverteidiger vor dem Reichsgericht.
Quelle: Berliner Tageblatt vom 06.06.1919, S. 5; https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/zstw.1918.39.1.1/pdf (13.08.2022)

115 Jadassohn, Josef

Jadassohn war nicht der einzige Sohn von Salomon J. und seiner Frau. Er hat neben seinen Schwester noch zwei jüngere Brüder: den Musikverleger Alexander Jadassohn (1873-1948) und Heinrich (* 1870), der später in Berlin Inhaber einer medizinischen Fachbuchhandlung war.

116 Jaffé, Richard Julis Moritz

Jaffé starb im Juli 1973 in Horsham/England. Seine Frau Ende dieses Jahres ebenda. Sein Sohn Max Alfred J. (1920-2006) lebte zuletzt in Guildford/England.

120 Juncker, Josef Johann Georg

Juncker trat erst 1914 zum griechisch-katholischen Glauben über. Seine Mutter (1863-1928) starb in Dresden. Die Schwester Rovenna Armi Josefovici (27.04.1887-26.03.1948) überlebte in Los Angeles/USA.

123 Kallir, Leon

Kallirs Sohn Max Freddy K. (28.09.1896-01.05.1917) war Flugzeugführer im Ersten Weltkrieg und stürzte bei einem Angriff auf Saloniki ab. Seine Brüder waren der Nahrungsmittelchemiker Dr. phil. (Leipzig 1887) Jacob K. (28.07.1862 Brody–20.07.1929 Leipzig) und Alexander K. (05.04.1867 Brody-?)

124 Kapel, Chiel Ascher

Das Grab seiner Mutter Chaje K. befindet sich – ohne lesbare Angaben zu den Lebensdaten – auf dem Alten Jüdischen Friedhof in Leipzig.
Quelle: https://www.shalomadventure.com/jewish-life/shoah-holocaust/2284-martin-kapel-german-poland-and-england (Zu seinem Sohn Martin K., 05.08.2022)

125 Kaskel, Moritz Erasmus

K. hinterließ testamentarisch dem sächischen Pestalozziverein ein Legat in Höhe von 400 Taler.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/37WLPBBTT7QM6CDIV3V26KTZMDAIUDFE?query=%22Moritz+Kaskel%22&hit=3&issuepage=3 (05.08.2022)

126 Kastan, Moritz

Kastans Vater Heinrich K. war 1819 und die Mutter Rosalie Wieruszowska war 1822 in Kempen geboren. Kastan hatte sieben Geschwister. Der Schriftsteller, Arzt und Journalist Dr. Isidor K. (1840-1931) war einer seiner Brüder.
Seine Ehefrau Johanna Goßmann war am 10.02.1855 in Berlin geboren. Sein Schwiegersohn, der LGR Otto Goldmann, starb am 14.01.1947 im Speziallager Nr. 1 in Mühlberg.
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Isidor_Kastan; https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Goldmann_(Jurist)

129 Kayser, Paul

Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/DR4DTX4ANQ4C4Y7XJNFBJFOBIKUC7F5S?query=%22Paul+Kayser%22+reichsgericht&hit=2&issuepage=5 (Nachruf, 05.08.2022)

136 Koritzer, Heinrich

Die Gräber der der Eltern, Adolph Koritzer (07.06.1818 – 20.09.1903) und Sophie geb. Bernstein (13.07.1840 Brody – 04.04.1900 Leipzig), befinden sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof. Hier befinden sich auch die Gräerb der Brüder Bruno K. (03.06.1872 – 03.05.1887) und Julis K. (02.09.1875 – 21.09.1875).
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/133667 (22.07.2022)

141 Kufeld, Herbert

Kufeld und seine Frau Clare Nancy reisten am 23.11.1954 mit dem Schiff von London nach Sydney. Diese Reise hatte er allein auch schon 1950 unternommen. Damals gab er als seinen Wohnsitz Berlin-Wilmersdorf an. 1954 sind die Eheleute C. im Wählerverzeichnis von St. Kilda in Australien verzeichnet. Am 10.6.1963 flog die Ehefrau allein von Frankfurt nach Sydney. Sie starb am 30.03.1998 in Brighton/Australien.

144 Landmann, Fritz Moritz

Landmanns Vater und die Mutter Rebecka Rosa geborene Wolff sind beide vor 1919 in Leipzig verstorben. Sein Großvater mütterlicherseits war der Rabbiner Dr. phil. Moritz Wolff in Göteborg. Auch der Urgroßvater war bereits Rabbiner in Meseritz. Nach der Heirat der Mutter mit einem Nichtjuden wurde diese vermutlich aus ihrer Familie verstoßen, so dass es keinen Kontakt mehr gab. Seine Ehefrau Martha Ottilie geborene Schink war am 12.02.1887 in Kratzau bei Reichenberg in Böhmen geboren.

145 Lassalle, Ferdinand

L. wurde im Erbbegräbnis seiner Familie auf dem alten jüdischen Friedhof (Lohestraße) in Breslau  neben seinen Eltern bestattet: Heymann Lassal (04.05.1791 – 21.10.1862) und Rosalie geb. Heizfeld (08.05.1797 – 13.02.1870).
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/BAEKIRXJHD6RGDUIN2SKBYTOYQY4S2L7?query=%22Heymann+Lassal%22&hit=1&issuepage=2 (05.08.2022)

146 Lebrecht, Karl Wilhelm

Lebrecht war der Sohn des Sensals/Geldwechslers Leo Lebrecht (30.11.1809 Mainz-18.11.1896 Leipzig) und dessen Ehefrau Therese geborene Langgäßer (22.05.1819 Mainz-30.06.1883 Leipzig). Die Familie verzog um 1878 nach Leipzig. Die Gräber der Eltern befinden sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof in Leipzig
L. heiratete am 27.04.1892 in Mainz Barbara Landauer, die Tochter des Mainzer Kaufmanns Joseph Landauer (1836-1911) und dessen Ehefrau Friederike geborene Mainzer (1844-1896). Die Eheleute Lebrecht verfassten 1927 ein gemeinschaftliches Testament auf Gegenseitigkeit, in welchem sie die Schwestern der Ehefrau zu ihren Erben bestimmten. Seine Schwägerin Emma verh. Dreyfuss (1874-1943) lebte zuletzt in Leipzig. Sie wurde Opfer des Holocaust.
Lebrecht war viele Jahre der Dirigent in den Konzerten der Vereinigung Alter Pauliner zu Leipzig und leitete das im Frühjahr 1889 gegründete  „Leipziger Alte Herren Quartett“ des Universitätsgesangsvereins St. Pauli bis zum Jahr 1894.
Quelle: Renate Knigge-Tesche/Hedwig Büchert: Der neue Jüdische Friedhof in Mainz. Biographische Skizzen zu Familien und Personen, die hier ihre Ruhestätte haben, Mainz 2013, S. 339; https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/134152 (21.07.2022); Bertram, Menschen ohne Grabstein, S. 226.

147 Lehmann, Emil

Lehmanns Mutter Breindel (Bella) geborene Kaim starb 1840 in Dresden.

148 Lehrfreund, Ludwig

Die Gräber seiner Eltern, Benjamin Wolf Lehrfreund (24.04.1861 Krakau – 28.03.1918 Leipzig) und Salomea geb. Ehrlich (27.07.1865 – 17.08.1908 Leipzig) befinden sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/135217 (21.07.2022)

151 Lesser, Gustav Adolph Eduard

Sein Vater, der Kaufmann Lazarus Tobias L., wurde 1792 in Landsberg als Sohn des Tobias Samuel L. (1726-1803) geboren. Der Vater besaß seit 1802 das Bürgerrecht in Berlin.

155 Levita, Eduard Leopold Karl

Die Eheschließung erfolgte am 17.01.1854 in Mainz. Seine Frau war am 18.01.1833 in Alzey als Tochter des Gutsbesitzers Joseph Guilino (verst. 20.08.1850 Alzey) und dessen Ehefrau Gertrude geborene Herberg (* 1809). Sie starb am 05.05.1887 in Mainz.
Die Tochter Anna Maria Emilie (* 15.07.1857 Alzey) heiratete am 28.12.1889 in Mainz den Arzt Hermann Wolfgang Georg Otto Freund (* 16.05.1859 Breslau). Sie starb am 18.03.1942 in Berlin-Zehlendorf.
Die Tochter Anna Maria Theresia Julie (* 12.01.1856 Alzey) heiratete am 02.02.1901 in Mainz den Major Karl Jacob Scheurer (* 02.02.1854 Kaiserlautern). Sie starb am 20.05.1940 in Wiesbaden.
Die Tochter Anna Elisabetha Gertrude (* 24.02.1854 Alzey) heiratete am 22.10.1879 in Mainz den Hauptmann Adolph Sartorius (* 23.05.1843 Neu-Insterburg). Sie starb am 07.11.1888 in Mainz.
Der Sohn Karl Gustav wurde am 17.05.1865 in Mainz geboren.
Der Sohn Heinrich Joseph Eduard wurde 19.02.1853 geboren und starb 25.01.1869 in Mainz.

158 Lewinsohn, Siegbert

Der Vater betrieb in Dessau das Schuhwarenversandhaus „Siegfried & Arthur Lewinsohn“.

161 Liepmann, Adolf

Das gemeinschaftliche Grab seiner Eltern, Louis L. (02.09.1854 – 13.03.1920) und Ernestine geb. Brenner (10.01.1855 – 02.06.1921), befindet sich auch dem Alten Jüdischen Friedhof.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/130404 (21.07.2022)

165 Lippert, Robert

Lippert das jüngste von 13 Kindern, zwölf Söhnen und einer Tochter. Sein Bruder Philipp nahm bei seiner Taufe vor 1818 den Familienamen Philippi an. Hofrat (1824) Dr. phil. Ferdinand Philippi (1795-1852) war ein bedeutender Verleger in Grimma. Sein Bruder Adolf (* 1801) nahm nach der Taufe den Familiennamen Löwe an und war Sprachlehrer in Wien und Florenz
Lippert wurde am 03.03.1835 an der Leipziger Universität zum Dr. phil. (nicht zum Dr. jur.!) promoviert. Seit 1836 arbeitete er journalistisch und als Übersetzer  u. a. für die Zeitschrift der eleganten Welt.
Lippert lebte 1836 zunächst in Moskau, wo er eine Russin heiratete., für den deutschen und französischen Buchhandel. Er war in dieser Zeit u.a. auch für den Leipziger Verlag Breitkopf & Härtel tätig. Im Jahr 1841 verzog er nach St. Petersburg. Im August 1847 war er dort gemeinsam mit seinem Schwager, dem Kaufmann E. Armand in Moskau, Mitbegründer der Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung E. Armand und Comp. Nachdem es ihm nicht gelungen war, dort eine Stelle als Bibliothekar zu erlangen, soll er 1879 nach Deutschland zurückgekehrt sein.
weitere Veröffentlichungen:
L. veröffentlichte aus Dresden in der Zeitung für die elegante Welt:
Nr. 211 vom 27.10.1836, S. 841: Maria Malibran
Nr. 212 vom 28.10.1836, S. 845: Die pariser Börse
Nr. 63 Der Ritter d‘Eon, Cavalier und Dame
Nr. 79 vom 24.04.1837 Die Seitenpartien der Deputirtenkammer
Nr. 98 Abbé Lamennais
Nr. 168 bis 170: Peter der Große als Literat
Nr. 152 bis 165 vom 06.08.1838 bis 14.08.1838: Streifzüge, Novelle von Marlinskij nach dem Russischen
Blicke auf die russische Literatur im Jahre 1846, in: Magazin für die Literatur des Auslands vom 10.04.1847
Quellen: Armin Tille: Eine Judenfamilie, in: Familiengeschichtliche Blätter, Heft 8/1935 (antisemitischer Hetzartikel gegen die Familie!); Eberhard Reißner: Deutschland und die russische Literatur 1800-1848, Berlin 1970, S. 191-198; https://weber-gesamtausgabe.de/de/A001473.html (27.06.2021); Börsenblatt des Deutschen Buchhandels Nr. 77 vom 27.08.1847, S.1034 f.

166 Lippmann, Walter Jacques

Das gemeinschaftliche Grab seiner Eltern, Dr. Michaelis L. (19.06.1866 – 13.12.1938) und Ernestine geb. Asch (26.03.1870 – 30.03.1922), befindet sich auch dem Alten Jüdischen Friedhof.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/131164 (21.07.2022)

172 Löw, Theodor

L., der aus Reichenau in Böhmen stammte, wurde 1909 eine Strafe von 100 Mark auferlegt, weil er wiederholt trotz Verbots als Rechtskonsulent aufgetreten war und gewerbsmäßig Rechtsgeschäfte für fremde Personen gegen Entgelt besorgt hatte. Im Jahr darauf wurde er durch das Landgericht Leipzig erneut zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Revision gegen dieses Urteil wurde durch das Reichsgericht verworfen. Nach den Feststellungen des Gerichts soll L. wegen Unterschlagung und Betrugs schon fünfmal, u. a. in Wien zu einer achtmonatigen schweren Kerkerstrafe, bestraft worden sein.
Löws Tochter Helene verh. Heynemann (1888-1944) und ihr Ehemann Paul Heynemann (1890-1944) wurden Opfer des Holocaust. Der Sohn Max Markus (1890-1938) lebte in Danzig. Sein Grab befindet sich auf dem NJF.
Quellen: Bertram, Menschen ohne Grabstein, S. 352 f.; E-Mail von Ellen Bertram vom 22.10.2019; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/RAEYQMIAD4CLJCJU6FWECNZT3X34Z7AI?query=%22theodor+L%C3%B6w%22&hit=6&issuepage=14;https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/WTZYWLU3R5KPHOTRNBJLY7EQP7MYICPD?query=%22theodor+L%C3%B6w%22&hit=7&issuepage=13  (05.08.2022)

173 Löwenheim, Hans

Der Vater Theodor Löwenheim war geboren am 10.04.1858 in Jessnitz und starb 16.09.1915 in Leipzig. Seine Eltern waren Luis Löwenheim und Johanna geborene Merker. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/132774 (21.07.2022)

175 Löwenstein, Otto

L.s Mutter Johanna geb. Lion war am 27.05.1812 in Frankfurt an der Oder geboren.

178 Mandelkern, Salomon

Mandelkern war verheiratet mit Agathe geborene Byk (1850-1912). Die Gräber des Ehepaares befinden sich auf dem AJF.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/134818 (21.07.2022)

181 Marcuse, Ulrich

Marcuse wurde 1933 vom Reichsausschuss der jüdischen Jugendverbände zur Durchführung des Herbergswerkes für die jüdische Jugend zum Vertrauensmann für Pommern bestellt. Seine damalige Wohnanschrift in Stettin lautete Birkenallee 9.

184 Metz, Joseph Richard

Metz‘ Mutter war am 13.03.1839 in Frankfurt am Main als Tochter von Herz Simon Goldschmidt (1807-1886) und dessen Ehefrau Adelheid geborene Schloss (1811-1894) geboren und starb am 09.02.1869 in Köln. Der Vater Leonard Lehmann Metz war am 04.11.1830 in Marendorf als Sohn von Joseph Elias Metz (1780-1846) und dessen Ehefrau Rachel Hirsch (1789-1864) geboren und starb am 21.11.1898 in Köln. Der Vater heiratete in zweiter Ehe die Schwester seiner ersten Frau, Julie Sophie Goldschmidt (30.08.1851 Frankfurt am Main – 19.07.1907 Köln).
Sein Sohn Richard (1894-1986) begann 1913 eine Offizierslaufbahn und diente auch nach 1933 als Offizier in der Wehrmacht. Er wurde 1944 zum Generalleutnant befördert und starb unverheiratet in Kassel.
Quelle: Bryan Mark Riggs, Hitlers jüdische Soldaten, Paderborn 2003

186 Meyer, Herbert George

Meyers Eltern erhielten 1933 die Taufe in der evangelisch-reformierten Kirche Leipzig. Herbert Meyer erlangte 1942 die US-Staatsbürgerschaft. Seine Tochter Marie (1935-2005) starb in Englewood/USA.
Quelle: Archiv der evangelisch-reformierten Kirche Leipzig

187 Meyer, Theodor

Der Vater, Kaufmann Isaak Meyer, starb vor 1855 und die Mutter Regina geb. Edesheimer am 03.04.1861 in Edenkoben. M. hatte eine Schwester Rosa verh. Heilbronner (1850-1932) und vier weitere Halbgeschwister aus der ersten Ehe seines Vaters. Meyer war verheiratet mit Eleonora Hermine David, der Tochter des Rechtsanwalts JR Cornelius David (1828-1906) und dessen Ehefrau Berta geborene Klopfer (1847-1896) in Frankenthal. Seine älteste Tochter war eine promovierte Chemikerin. Die jüngeren Töchter Elise Franziska (12.04.1892 Zweibrücken-26.10.1972 London) und Hedwig Luise (29.02.1896 Zweibrücken-25.02.1977 Freiburg) waren promovierte praktische Ärztinnen.
Quelle: Südfriedhof Leipzig (Foto)

188 Meyerowitz, Martin

Sein Vater Joseph M. (1835-1917) starb in Königsberg, seine Mutter Sidonie geb. Gabriel (1836-1912) starb in Berlin.
Sein Sohn Peter emigrierte nach England, wo er den Nachnamen Marshall annahm. Er war in erster Ehe mit der Leipzigerin Frieda Parnes verheiratet. Aus dieser Ehe, die geschieden wurde, ging die Tochter Rosa hervor. Peter Marshall heiratete erneut.
Seine Tochter, die technische Assistentin Ilse M. (1912-1990)  war 1939 ebenfalls nach England emigriert. Sie kehrte nach dem Krieg nach Leipzig zurück, um das Schicksal ihrer Eltern aufzuklären. Sie blieb in der DDR, wo sie als Verfolgte des Naziregimes anerkannt und 1947 auch SED-Mitglied wurde. Später verzog sie nach Dresden und lebte danach viele Jahre in Meißen. Ilse war Mitglied im Zirkel schreibenden Veteranen im Klub der Volkssolidarität. Sie starb am 05.01.1990 in Dresden. Ihre Geschwister haben nie von ihrem weiteren Lebensweg erfahren, da sie sich nicht fanden.
Quelle: HSTAD, Bestand 11430 Bezirkstag/Rat des Bezirkes Dresden, Sign. VdN-5163; Persönliche Informationen Elisabeth Kahn und Rosa Marshall (Enkelin).

189 Michaelis, Richard

Michaelis Vater war der Kaufmann Adolf M., der in Straßburg starb. Seine Mutter war Adele geborene Marries.

190 Michel, Ulrich Arnold

Michel starb am 01.11.1988 in Amersham in England. Seine Mutter Hertha Michel studierte Sprachen in Berlin, Heidelberg und ab 1914 in Leipzig, wo sie 1917 mit ihrer Dissertation „Ranieri Calzabigi als Dichter von Musikdramen und als Kritiker“ zum Dr. phil. promoviert wurde. Sie starb 1947 in London.

191 Mieses, Victor

Die Gräber der Eltern befinden sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof. Seine Mutter Amalie geb. Trachtenberg war geboren am 24.02.1829 und starb am 11.02.1894.
Quelle:https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/135498 (21.07.2022)

194 Monasch, Berthold

Monasch’s Eltern waren der Kaufmann Joseph Julius Monasch (1835-1887) und dessen Ehefrau Emilie geborene Manasse (1842-1892). Seine Schwester Martha, (30.10.1862 Berlin – 01.09.1919 Badenweiler) heiratete am 15.10.1881 in Berlin den Kaufmann Adolf Monasch (1847 Krotoschin – 1921 Badenweiler). Seine Schwester hatte drei Töchter (Charlotte, Bertha und Gertrud), die unverheiratet blieben und alle Opfer des Holocaust wurden.
Quelle: https://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20456/Badenweiler%20Monasch%202021.pdf (05.08.2022)

199 Nemann, Wilhelm

Der Vater Max N. war seit 1881 Mitinhaber der Firma „Wermuth & Nemann“ in Lissa. Für das Ehepaar Nemann und seine Kinder wurden am 14.09.2022 vor dem Grundstück Christianstraße 15 in Anwesenheit der Nachkommen Stolpersteine verlegt.
Quelle: Berliner Börsen-Zeitung, Abendausgabe vom 28.05.1881, Information und Einladung von Jutta Faehndrich vom 11.09.2022

200 Neubauer, Jakob

Der Vater Hermann N. war am 14.08.1866 in Jassi geboren. Der Großvater Jakob N., Juwelier in Bukarest, war in Konstantinopel geboren. Deshalb besaß die Familie die türkische Staatsbürgerschaft.
Quelle: https://www.genealogieonline.nl/de/familie-bolle-van-ham/I7751.php (05.08.2022)

208 Peltasohn, Bruno

Peltasohns Vater war ein promovierter Arzt. Der Mädchenname der Mutter lautet korrekt Urbach. Die Eltern lebten und starben in Ostrowo, wo Peltasohn auch das Gymnasium besucht hatte. Er heiratet am 30.06.1914 in Berlin Wilmersdorf Franziska Helene Wohlgemuth geborene Kroner (1867-1918), die Tochter des Rabbiners Dr. phil. Philipp Kroner und dessen Ehefrau Theresia geborene Klausner. Peltasohn starb am 19.12.1918 in Berlin. Sein Sohn Walter Joseph Peltasohn emigrierte 1937 nach Palästina und starb 1985 in New York. Er war verheiratet mit Charlotte P. (1897-1993). Ihr Grab befindet sich auf dem King David Cemetry

208 Oppenheimer, Felix Johann

Am 24.06.1871 fand in der Universität ein Trauergottesdienst für die Gefallenen statt. Im Anshcluss daran fuhr eine Depuation auf dem AJF und legte auf dem Grab O.s „nach einer kurzen bewegten Ansprache“ einen Eichenkranz „auf das Grab des kampfbegeisterten poetisch hochbegabten Jünglings“ ab. Im gleichen Jahr erschien in dem Leipziger Verlag von Heinrich Matthes postum eine Sammlung von Gedichten. O. benutzte hierfür das Pseudonym „F. Wilden“. Es ist heute kein Exemplar hiervon mehr nachweisbar. Auf dem 1873 in der Aula der Universität eingeweihten Denkmal für die 63 gefallenen Studenten war auch O.s Name verzeichnet.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/IWKCZU5HIEP36L4MZXHEDZZX4TKPEZWY?query=%22felix+oppenheimer%22&page=2&hit=19&issuepage=16; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/VDBPXQJJAKKNXDMUHCWVGW4Q3BWKMCCH?query=%22felix+oppenheimer%22&hit=1&issuepage=2;  https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/FVRXPQG5ZAWHG5NZ5UWENHXCEGQY6653?query=%22felix+oppenheimer%22&page=2&hit=13&issuepage=5 (07.08.2022)

207 Ortenstein, Seelig

Sein Vater, Jacob O., besuchte mehrfach Leipzig, wo zu dieser Zeit eine Walldorf Leipziger Synagogengesellschaft bestand, die hier zu den Messezeiten ein Betlokal einrichtete. O. hieß mit zweiten Vornamen Felix, den er vermutlich bei seiner Taufe angenommen hatte. 1898 wurde ihm das Ritterkreuz 1. Klasse verliehen. Seine Tochter Luise O. gründete 1919 in Erinnerung an ihre Eltern die Felix-und-Helene-Stiftung. Sie blieb unverheiratet, engagierte sich als Fürsorgerin und war aktives Mitglied des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins in Dresden.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/VCHHK3DED4UM6ISVTZOU3ITPH74UBFSU?query=%22Ortenstein%22+walldorf&hit=4&issuepage=4; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/YVU4ESPOW7A7HNECLTNRLQTVKHDVDUY7?query=%22Ortenstein%22+walldorf&hit=8&issuepage=3; https://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?guid=0252b18e-2eb9-4523-8eee-ec2f8e668850 (06.08.2022)

208 Peltasohn, Bruno

P. hatte sich zuerst 1884 mit Anna Friedländer aus Breslau verlobt. Er starb am 19. Dezember 1918 in Berlin. Seine Frau Fränze geb. Kroner war einen Monat zuvor, am 19.11.1918, verstorben. Die Eheleute wurden am dem jüdischen Friedhof in Weißensee beigesetzt.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/NT2BBDXTSTGCW3PM6TCVY2UQCMK6D77O?query=%22Bruno+Peltasohn%22&hit=9&issuepage=6; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/LT6JW5MSW5NBD6XOYW46ML7XK6BWRRAB?query=%22Bruno+Peltasohn%22&hit=2&issuepage=6; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/A77CUAWVAWYJFSSKKQR34C77UO74VSU4?query=%22Bruno+Peltasohn%22&hit=16&issuepage=6; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/7OLSJFHVLD3OBKDX6P6BLDIFQJNSCSVI?query=%22Bruno+Peltasohn%22&page=2&hit=3&issuepage=6 (Todesanzeigen, 07.08.2022)

209 Perls, Jakob Kurt

Das gemeinschaftliche Grab der Eltern, Simon (21.11.1852 Koslowitz – 19.03.1922 Leipzig) und Emma geb. Lewy (06.04.1861 Brotoschin – 02.09.1935 Basel), befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/131163 821.07.2022)

212 Pick, Georg

Margarethe Caro (1874-1930) war eine weitere Schwester von P. Sie war verheiratet mit dem aus Vandsburg stammenden Arzt Rudolf Caro (1862-1915). Leo Pick (1881-1965) war ein weiterer Bruder von P. Für den Bruder Ludwig Pick wurde 2011 in Berlin ein Stolperstein verlegt.

214 Pinkus, Max

Die Gräber seiner Eltern, Eduard P. (12.09.1851 Lissa – 27.10.1913 Leipzig) und Helene geb. Baumann (16.04.1864 – 07.11.1924 Leipzig), befinden sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof. Auf den Grabtafeln wird der Familienname abweichend Pincus geschrieben.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/132724 (06.08.2022); https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/BAZ3FVM2UJADXJ6XUR72QPKMOZHNQUPW?query=%22Simonson%22+Berlin&page=2&hit=13&issuepage=16 (07.08.2022)

217 Prausnitz, Louisa Erphelia Alice

Die Großeltern väterlicherseits waren der Kaufmann Max Prausnitz (01.09.1842 in Lissa – 07.03.1901 Berlin) und dessen Ehefrau Johanna geborene Wiesenthal (14.07.1856 Magdeburg – 24.05.1935 Berlin) in Berlin. Die Eltern ihrer Mutter waren protestantisch bzw. römisch-katholisch. P. wurde folglich nach der nationalsozialistischen Rassengesetzgebung als „Halbjüdin“ diffamiert.

220 Rahmer, Alfred Fritz

Seine Ehefrau Wilhelmine geb. Prinz-Flohr stammte aus Hermsdorf-Berlin. R. starb nach schwerer Krankheit.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/EPM73CFE7S5WGZ2KCKMUCO5CRI2TBS2B?tx_dlf[highlight_word]=%22Alfred%2BRahmer%22&issuepage=14&query=%22Alfred+Rahmer%22&hit=2 (Heiratsanzeige); https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/OALHHGGXWG542K3ZTMDVQGPISS6XXL7R?query=%22Alfred+Rahmer%22&hit=3&issuepage=8 (Todesanzeige, 07.08.2022)

221 Rehfeld, Hugo

R. war der Sohn des Kaufmanns Max R. (um 1852 – 05.10.1916 Berlin) und Therese geb. Schey (1855 – 27.01.1913 Berlin). Seine erste Ehefrau Margarete geb. Wolschin war a, 24.10.1897 in Cottbus geboren.

225 Romberg, Ernst Ludwig

Zu seinem 50jährigen Berufsjubiläum wurde R.  1901 durch den RGP von Oehlschläger im Namen des Kaiser der Rothe Adlerorden 2. Klasse verliehen. Ihr Jahr 1886 war ihm der Rothe Adler-Orden 4. Klasse verliehen worden.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/Q7ZWU7NPCYZOFASYZFM2TRY3H5WVUNKZ?query=%22Romberg%22+reichsgericht&hit=4&issuepage=9 (70. Geburtstag); https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/JC7P3XJAPPC4UVUWIBIAV2VPUXPHMA37?query=%22Romberg%22+reichsgericht&hit=3&issuepage=5; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/XUO726RXTSWLF3I36SGBI2UEBD5T4FCQ?query=%22Romberg%22+reichsgericht&page=3&hit=20&issuepage=2 (07.08.2022)

227 Rosenberg, Leo

Sein Vater Michaelis R. war 1831 geboren und starb 1907 von Fraustadt. Sein unverheirateter Bruder, der Fabrikbesitzer Hugo R., starb 1913 in Fraustadt.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/22M3FPWINJFM334JROJ2MKXHC3H77Y2O?query=%22Rosenberg%22+Fraustadt&hit=2&issuepage=11; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/AOKXLISYPVAFGN4BYWQ54OHJQYOMW27G?query=%22Rosenberg%22+Fraustadt&hit=11&issuepage=15 (Todesanzeigen, 07.08.2022)

228 Rosenblatt, Hans Wilhelm Arthur

Rosenblatts Bruder Dr. med. Wilhelm Friedrich  R. (1913-2004) emigrierte 1953 in die USA, wo er als angesehener Spezialist für Tuberkuloseerkrankungen tätig war.
Quelle: https://de.findagrave.com/memorial/182203470/wilhelm-friedrich-rosenblatt (06.08.2022)

230 Rosenthal, Meier

Rosenthals Vater starb 1896.  Die Mutter seines außerehelichen Sohnes Lothar Bär (* 1881 Leipzig) war die Hausbesitzerswitwe Johanna Karoline Olivia Schönermark geb. Bär. Lothar Bär war mit Margarethe Lenius verheiratet und lebte in Berlin. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor. Die beiden Söhne wurden, obwohl sie nach 1933 als „Mischlinge zweiten Grades“ diffamiert wurden, zur Wehrmacht eingezogen. Auch der Landwirt Dietrich Bär (1913-1945) fiel als Gefreiter im Zweiten Weltkrieg.
Rosenthal wurde 1874 in Jena zum Dr. jur. promoviert. Er war 1898 der Verteidiger von Thomas Theodor Heine in dem Majestätsbeleidigungsprozess vor dem Landgericht Leipzig. R. war Mitglied des Aufsichtsrats der Polyphon-Musikwerk AG in Leipzig-Wahren. Er vertrat in dem Prozeß um den Zusammenbruch der Leipziger Bank gemeinsam mit RA Felix Zehme „die übrigen Angeklagten“.  R. hatte zuvor die Übernahme der Konkursverwaltung der Leipziger Bank abgelehnt.
Dissertation: Der Nothstand (Jena 1874)
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/4GRGUTIARGNEACIGSOUODMNC2DEAIKLY?tx_dlf[highlight_word]=%22meier%2BRosenthal%22&issuepage=1&query=%22meier+Rosenthal%22&hit=1 (Bestellung zum Notar, 07.08.2022); https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/YY43EHZRRNS74LI2Y6RKSKEQKNZLWR7C?query=%22meier+Rosenthal%22&hit=8&issuepage=23 (07.08.2022); Berliner Tageblatt vom 27.06.1902, S. 3.

231 Rubinstein, Alfred

Rubinsteins Mutter hieß korrekt Jette (1887-1980). Rubinstein war verheiratet mit Dorothy G. Bourke (1915-1953) und starb nach 1978 in Frankfurt am Main.

233 Sachs, Emil

Emil Sachs war in Lissa (nicht in Breslau) geboren und starb während einer medizinischen Behandlung in Wiesbaden. Die Todesanzeige beim Standesamt in Wiesbaden erfolgte durch den Leipziger Arzt Dr. Anton Landmann, welcher vermutlich der Hausarzt von Sachs war. Er und seine Ehefrau  Johanna geborene Levié (1846-1918), Tochter von Leo Levié und Emma geborene Samson, gehörten der evangelisch-refomierten Kirchgemeinde in Leipzig an. Die Ehe wurde am 22.03.1877 in Rotterdam geschlossen.
Quelle: E-Mail Edith Markert vom 29.11.2021; https://www.openarch.nl/srt:a66b3951-e33f-f18c-b172-7b5727558a18 (30.11.2021)

238 Schaps, Georg

Schaps‘ Vater lebte von 1826 bis 1925 und seine Mutter von 1843 bis 18.04.1877.

239 Schiff, David Hermann

Sein Vater Hertz Bendix Schiff war 1766 in Hamburg geboren.

240 Schille,Kurt

Die Mutter Cäcilie Sch. geborene Rotschild starb 1917 52jährig, war also um 1865 geboren. Sein Bruder Walter starb am 30.07.1968 in Baltimore, Maryland, USA.
Quelle: Leipziger Tageblatt vom 07.07.1917, S. 5 (Traueranzeige)

241 Schlesinger, Georg

Das Gräber der Eltern , Simon Sch. (12.07.1827 Kempen – 05.01.1907 Leipzig) und Theresia geb. Schneider (05.03.1832 Münsterberg – 06.12.1916 Leipzig) befinden sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof. Im Jahr 1906 wurde Sch. zum Hauptbevollmächtigten der „Vita“ Versicherungs-AG für Sachsen bestellt.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/130327 (22.07.2022)

242 Schlesinger, Christian David Rudolf

Seine Mutter war Julie geb. Nerger (1810-1894).
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/WTQJMONABAZ2IW4XQWHS2T2BNN5E3YAE?query=%22Julie+Schlesinger%22+Hamburg&hit=3&issuepage=12 (Todesanzeige, 07.08.2022)

243 Schless, Robert Eugen Ludwig

Der Arzt in Marienbad Dr. Salomon Sch. (* 02.04.1879 Schaulen/Rußland) war ein Bruder seines Vaters. Das Grab des Bankiers Isaak Sch. (26.01.1836 – 22.05.1925), seinem Großvater väterlicherseits, befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/130684 (22.07.2022)

244 Schopeck, Carl Hermann

Sein Vater Gustav Schopeck, Gutsbesitzer in Leipzig-Lindenau, war Mitglied der Leipziger Schützengesellschaft. Schopecks Schwester Marie Ottilie (1823-1869) heiratete 1841 den Advokaten und Landtagsabgeordneten Hofrath Dr. Alexander Otto Kormann (1811-?). Sch. war 1876 Geschworener beim Schwurgericht Leipzig. Sch, vermachte den Leipziger Armenamt als Legat 600 Mark.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/FPVVXNVCFKLFWKL7OK36HMKHZSZTMWGD?query=%22schopeck%22+leipzig&hit=3&issuepage=4 (Todesanzeige, 07.08.2022); https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/U3EHJS7RG7C7GTY62LJ24WJH5OTLKR5Z?query=%22schopeck%22+leipzig&page=2&hit=15&issuepage=1 (Legat, 07.08.2022)

246 Schulhof, Georg

Schulhofs Mutter Bella (20.10.1873 New Orleans-05.08.1934 Leipzig) war eine geborene Gugenheim.  Das gemeinsame Grab der Eltern befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof. Seine Schwester Lotte war seit 1923 verheiratet mit Ferdinand Bernhard Goldschmidt (1890-1952) und starb 1986 in Gauly/Großbritannien.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/132215 (22.07.2022)

247 Schulsinger-Hart, Felicia

Ihr Vater Hermann Schulsinger war 14.07.1874 in Lodz geboren.

250 Seelenfreund, Benno (Josef)

Das Grab seines Vaters Adolf S. (26.06.1859 Tarnow – 19.12.1940 Leipzig) befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/131815 (22.07.2022)

251 Seelenfreund, Fritz

Das Grab seines Vaters Adolf S. (26.06.1859 Tarnow – 19.12.1940 Leipzig) befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/131815 (22.07.2022)

256 Simonson, Albert Siegmund

S. wurde 1913 der Königliche Kronenorden 3. Klasse verliehen.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/HK7NUQKXE6GAYTGX3XDF5OEYSZS4GBUU?query=%22Albert+Simonson%22&hit=5&issuepage=3 (07.08.2022)

258 Skutsch, Walther Heinrich Feodor

Skutsch starb am 24.01.1978 in New York. Er war verheiratet mit Luise geborene Huttner (1896-1987). Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne (1932-2015, * 1935) hervor. Seine Schwester Ilse Mathilde (1900-1985) starb unverheiratet in Braintree/Großbritannien.

259 Sontag, Ernst Julius

Seine Eltern, Leon S. (21.03.1837 Breslau – 24.10.1911 Breslau)  und Alwine geb. Wiener (1840-1920), lebten in Breslau, wo auch sein Bruder Hugo S. (1875-1929) als Bankier tätig war.

260 Steigmann, Max

Der Mädchenname der Mutter war Hutschnecker, geboren am 15.07.1874 in Kolomea. Die Familie verzog 1908 von Wuppertal nach Leipzig. Für die Mutter und den Bruder Leo wurden in der Berliner Straße 56 Stolpersteine verlegt.

263 Swarsensky, Helmuth

Swarsensky war der Sohn des Berliner Kaufmanns Isaac S. (1857-1934) aus Marienfließ und dessen Ehefrau Paulchen geborene Hirsch (1854-1929) aus Bentschen. Seine Schwester Margarete S. (1889-1942) wurde ebenfalls Opfer des Holocaust. Martin S., geboren am 18.03.1888 in Berlin, war sein Bruder.

265 Traub, Ernst Harry

Der Vater war 1840 in Michelfeld geboren und starb 1890 in Konstantinopel.  Die Mutter Anna Sophia Hertz war 1851 in Frankfurt am Main geboren und starb in Dresden. Traubs Schwester Jeanne (1890-1942) heiratete 1921 den braunschweiger Augenarzt Oscar Fehr (1871-1959). Aus dieser Ehe gingen zwei Töchter (* 1922, 1923) hervor. Die Familie konnte rechtzeitig nach Schottland emigrieren. Er hatte noch drei weitere Geschwister.

267 Tumpowsky, Adolf

Das gemeinsame Grab der Eltern befindet sich auch dem Alten Jüdischen Friedhof
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/133569 8220.07.2022)

270 Wachtel, Friedrich Salomon

W. war bis Juli 1873 Konsulent bei der Deutschen Effekten- und Wechselbank in Frankfurt am Main. Er war seit 1876 mit Margarethe geb. Manasse aus Stettin verheiratet, die 1915 in Berlin starb. Er war 1884 Gründungsmitglied des Deutsch-Freisinnigen Vereins in Leipzig.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/3MSWFCY5I22IU4SSRWLW7QQVKSVFLYO3?query=%22Friedrich+Wachtel%22&hit=2&issuepage=4; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/FF2VVOVSLMCKGCJOUWSZQXO7NKBBEYG4?query=%22Friedrich+Wachtel%22&hit=6&issuepage=3; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/VS2LS4VJ5ZC3JIGIZL7S6WT5JXCHD5KB?query=%22Margarethe+Wachtel%22&hit=1&issuepage=8; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/HULAV52PI7X2UXEPD6SDSGB2DYL6DLXJ?query=%22wachtel%22+rechtsanwalt&hit=6&issuepage=16 (07.08.2022)

272 Waldecker, Ludwig Maria

Waldecker wurde in Bessungen geboren und war der Sohn des katholischen Institutslehrers Karl Ludwig Ernst Waldecker und dessen protestantischer Ehefrau Auguste Doris Flora Sophie Carolina geborene Brede. August Maria W., geb. 23.01.1883, war sein Bruder. Sein Großvater war der Dommusikdirektor Peter Waldecker in Speyer. Er war seit 1909 mit Irmgard geborene Zeising, der Tochter des Landgerichtspräsidenten Hugo Z. (* 1859 Landsberg) in Berlin, verheiratet. Ihr Vater hat 1879 in Leipzig Jura studiert. Aus dieser Ehe ging der Sohn Konrad (1910-1987) sowie die Töchter Gertraude (1912-1985) und Erika (1921-1946) hervor.
Waldecker studierte Jura in Gießen und Würzburg. 1913 hatte er sich in Berlin bei Otto Giercke (1841-1921) für Öffentliches und Genossenschaftsrecht habilitiert.
Quelle: Hans-Jürgen Becker, Die neue Kölner rechtswissenschaftliche Fakultät von 1919 bis 1950, in: Beiträge zur Rechtsgeschichte des 19. Jahrhunderts, Band 118, Tübingen 2021, S. 321-339

273 Waldheim, Leopold

Waldheim war der Sohn des 1870 zum Kommissionsrat ernannten Cousin Lazarus Waldheim (1812-1874), der in Sternberg ein Banquier- und Wechselgeschäft sowie eine Agentur der Colonia Versicherung betrieb und dessen zweiter Ehefrau Auguste geborene Josephy (1829-1909) aus Ludwigslust. Aus dieser Ehe gingen sechs Kinder hervor. Der Vater hatte noch einen außerehelich geborenen Sohn und drei weitere Söhne aus seiner ersten Ehe.
Quelle: Jürgen Gramenz/Sylvia Ulmer: Die jüdische Geschichte der Stadt Sternberg (Mecklenburg), Hamburg 2015

274 Wallfisch, Curt Heinrich

Der Vater Hermann Wallfisch (1862-1920) war aktiver Sozialdemokrat in Dresden. Er war Inhaber eines Verlages in Dresden, welcher u. a. „Die Hütte. Zeitschrift für das Volk und seine Jugend“ herausgab. Er war Geschäftsführer des Dresdner Parteiverlages und der Sächsischen Arbeiter-Zeitung, Prokurist der Firma Kaden & Comp. und Vorstand der F. Vorwärts Dresdner Baugesellschaft AG.
Die Mutter Helene Ida geborene Schwabe (1873-1945) war die Tochter des Theaterregisseurs Julius Schwabe (1842-1901) und seiner Ehefrau, der aus Budapest stammenden Sängerin Anna geborene Singer (1853-1905).
Die Eheschließung der Eltern erfolgte am 24.06.1893 in Berlin. Bereits damals gaben die Brautleute ihre Religion mit „Dissident“ an. Daraus kann nicht zwingend geschlossen werden, dass auch die Braut zuvor jüdischen Glaubens war. Da Helene W. in Königsberg die Nazi-Zeit überlebte, erscheint es fraglich, ob sie nach 1933 als sogenannte „Volljüdin“ eingestuft wurde. Dann wäre aber auch ihr Sohn Heinrich W. nicht als „Volljude“ einzustufen gewesen. Seine Todesumstände bleiben weiterhin im dunkeln.
Heinrich W. hatte vier jüngere Geschwister. Sein Bruder Hans Herbert (1896-1932) war Buchdruckereibesitzer in Königsberg. Die Firma übernahm seine Witwe Johanna geb. Brandt (* 1900). In Königsberg lebte auch der Bruder Hellmut (* 1903), der Buchdruckermeister war und vermutlich in der Firma seines Bruders arbeitete. Er und seine Mutter waren noch 1937 im Königsberger Adressbuch eingetragen.
Ein weiterer Bruder war Herbert Walther (1896-1915), der erst 19jährig in Dresden starb. Auch die Schwester Hildegard (* 1912) ist vermutlich schon als Kind gestorben.

275 Weismann, Jakob

W. hinterließ ein Kapital von 20.000,00 Mark, mit dem die „Jacob-und-Alice-Weismann-Stiftung“ begründet wurde. Diese vergab Stipendien an Studierende in Greifswald. Gemäß seiner Verfügung sollte 1/4 der Stipendiaten weiblich sein.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/BECRBJG2H73RUR7CLLD65NM4JFNMCGQB?query=%22jacob+weismann%22&hit=3&issuepage=3

276 Werthauer, Paul Heinrich

Werthauers Mutter Josefine geborene Hesselberger war am 14.07.1832 geboren und starb am 19.05.1900 in Leipzig.
Im Jahr 1906 wurde W. neben Leo Jolowicz und Gustav Rothschild Mitgesellschafter der in Leipzig neu gegründeten Akademischen Verlagsgesellschaft (AVG).
Quelle: Andrea Lorz: Die Akademische Verlagsgesellschaft (AVG), in: Uns eint die Liebe zum Buch. Jüdische Verleger in Leipzig 1815-1938, Leipzig 2021, S. 91

277 Wiener, Heinrich

Heinrich Wieners Ehefrau Angelika geborene Goldstücker starb am 23.05.1916 in Berlin.

280 Wohrizek, Emil

Das Familiengrab der Eltern befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/132725 (22.07.2022)

281 Wolf, Theodor

Wolf starb am 12.04.1891 in Dresden. Der Jurist, Höhlenforscher und Naturschützer Dr. jur. (Leipzig 1896) Benno Wolf (1871-1943) war der Sohn seines Bruders Richard. Er wurde in Theresienstadt Opfer des Holocaust. Seine Schwester Elise (1832-1917) war seit 1860 mit dem Breslauer Exportkaufmann und Bankier Carl Schloßmann (1831-1907) verheiratet. Der Pädiater und Sozialhygieniker Arthur Schloßmann (1867-1932) war ihr gemeinsamer Sohn.
Quellen: Sächsisches Staatsarchiv Chemnitz, 30145 Amtsgericht Zwickau, Nr. 256; https://at.vvikipedla.com/wiki/Benno_Wolf (13.06.2021); https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Schlo%C3%9Fmann (13.06.2021)

282 Woyda, Julius

Der gleichnamige Vater war Inhaber einer Hutfabrik am Prenzlauer Berg, früher in Dresden. Er hatte drei Brüder: Salomon (1874-1911), Hugo und Bernhard Woyda.
W. wurde 1927 durch die Grohag in Leipzig Prokura erteilt.
Veröffentlichungen:
Der Eigentumsvorbehalt beim Kauf, in: Die Uhrmacher-Woche, Nr. 15 vom 11.04.1925, S. 245 f.
Existenz und Existenzen, in: Neue Bahnen, Nr. 4/1925, S. 147-149
Wieder Lehrlingszüchterei? in: Der Maler, Organ des Verbandes der Maler, Lackierer, Anstreicher, Tüncher und Weißbinder, 24.06.1926, S. 119
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/EIWRZC3Z32ZWJT4P36R2ZVSAKNKCQKA2?query=%22julius+woyda%22&hit=4&issuepage=10 (Verlobung, 08.08.2022); https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/UZ4PGTBWTYPNVRDSM4J3NSXCKZFI7WQN?query=%22julius+woyda%22&hit=14&issuepage=4; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/J7XL7IXQYUSXMWTHKZ4QU6ZUEDXK5LGU?query=%22julius+woyda%22&hit=11&issuepage=7 (08.08.2022)

283 Wronker, Ilse

Wronkers Vater starb 1955, ihr Cousin Siegfried Wronker 1966. Er hatte gemeinsam mit seinem Bruder Moritz W. im Jahr 1900 in Mannheim die Firma „Gebrüder Wronker“ als Zweigniederlassung der Firma „Welthaus für Konfektion Gebrüder Wronker“ in Neunkirchen gegründet. 1902 eröffnete der Vater in Leipzig-Lindenau ein Geschäft für Herren- und Knabengarderobe, das allerdings schon 1907 in Konkurs ging.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/QZ5U5J3E7P4YJ2D57IY6EUHSIJJTNHNA?query=%22David+Wronker%22&hit=1&issuepage=5;https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/U77OHTOAMIEA4CFRVBLCQ2GUNN6XA3WE?query=%22David+Wronker%22&hit=2&issuepage=12  (08.08.2022)

284 Wydra, Heinz

W. änderte in Israel seinen Vornamen in Naftali. Er war Präsident des Rotary-Clubs in Haifa. Sein Vater war in Leipzig Mitinhaber der 1910 gegründeten Rauchwarenfirma „I. E. Wydra & Sohn“
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/57LOGXUWBI5Y4Q4G4HVR3DXZWZ4HRPBB?query=%22Wydra%22+leipzig&hit=1&issuepage=5 (08.08.2022)

285 Zander, Paul

Das Familiengrab der Eltern befindet sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof.
Quelle: https://www.alter-israelitischer-friedhof-leipzig.com/de/grabstaette/133826 (22.07.2022)

287 Zielke, Martin Markus

Sein Vater übernahm 1906 als Inhaber die Firma von Simon Perls in Leipzig, die seitdem als „Simon Perls Nachf.“ firmierte. Schon ein Jahr später wurde die Firma wieder von Simon Perls übernommen.
Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/J7HH7HYF5HGPMT5T7C7WOR2DUXLS2PJX?query=%22Albert+Zielke%22&hit=1&issuepage=5 (08.08.2022)

288 Zülzer, Max (Dan)

Zülzers Mutter war Ernestine geborene Levit.  Sein Vater hatte 1902 in der Kantstraße 110 eine Firma für Fleischereibedarfsartikel eröffnet. Der Berliner Zeitungsverleger Moritz Z. (1856-1918), Begründer der Allgemeinen Fleischer-Zeitung, war sein Bruder.
Die erste Ehe Zülzers mit Helene Hiltrud Posern, Tochter des Seminaroberlehrers Prof. Franz Robert Posern und dessen Ehefrau Friedericke Helene geborene Becker in Grimma, wurde am 17.04.1915 in Dresden geschlossen. Nach einer Verfügung des Leipziger Polizeipräsidenten vom 15.12.1938 wurde Zülzer gezwungen, anstelle des Vornamens Max den Namen Dan zu führen. Sein Neffe, der Diplomat Michael Elizur, starb am 27.12.2003 in Australien.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Elizur (14.06.2021); https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/GBSWPORTJNFRFR24DX6LYMGZ7AQ5T7MC?query=%22Philipp+Z%C3%BClzer%22&hit=5&issuepage=5; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/2M3EYVIOVJLEQWBFRS5JSGFJD4UNX6KV?query=%22Moritz+Z%C3%BClzer%22&hit=2&issuepage=6 (08.08.2022)

289 Zweifel, Alfred Heinrich Ludwig Paul

Zweifel heiratete am 04.06.1945 in Baden-Baden Margarethe Emilie Charlotte Bergmann, geb. 26.02.1897.