dr. jur. Hubert Lang

Juden in Leipzig

Familie Einschlag – Schriftwechsel mit der Familie und Freunden

Bei den Recherchen über Victor Armhaus fanden sich in der Handschriftenabteilung der Leipziger Universitätsbibliothek (UBL-HSA) auch Spuren seiner engsten Verwandten, der Familie Einschlag. Diese seltenen Spuren der Familie können hier dank der Unterstützung durch die Universitätsibliothek erstmals veröffentlicht werden.

Josef Einschlag (1849-1934) war ein Halbbruder von Victor Armhaus. Er entstammte aus der ersten Ehe seines Vaters. Seine Ehefrau, Dorothea Einschlag geborene Armhaus (1847-1923) wiederum war seine Halbschwester, da sie aus der ersten Ehe seiner Mutter entstammte. Die Kinder des Ehepaars waren folglich seine Neffen bzw. Nichten sowohl von der Vater- wie auch von der Mutterseite aus. Bekannt unter ihnen ist heute nur noch der Maler Eduard Einschlag (1879-1945. Von den beiden Töchtern, der Konzertsängerin Wanda Einschlag (1883-1945) und der Zahnarztassistentin Hedwig Einschlag (1890-1945) gibt es heute in Leipzig keine Erinnerung mehr. Die drei Geschwister, wie auch die Ehefrau von Eduard Einschlag, Louise geborene Croner (1883-1945) wurden Opfer des Holocaust. Der älteste Sohn Martin Einschlag (1877-1960) trat in die Fußstapfen des Vaters und wurde Rauchwarenhändler. Seine Ehefrau Johanna geborene Hepner (1885-1945) war eine Verwandte der weit verzeigten Familie Ariowitsch. Auch sie überlebte nicht. Martin Einschlag und seine Tochter Inge verheiratete Salzer waren die einzigen Überlebenden der Familie.

Eduard Einschlag

August Wilhelm Dressler an Eduard Einschlag, (ohne Datum)

Ansichtskarte (Oliva, Klosterkirche)
August Wilhelm Dressler an Herrn Einschlag. Leipzig, Café Merkur, Thomasring  (Poststempel Danzig, Datum unleserlich)
Vielen Dank für Zusendung der Ausstellungs-Bestimmung
Besten Gruß Ihr W. Dreßler

Fritz Koch-Gotha an Eduard Einschlag, 20.10.1902

Herrn Eduard Einschlag, Adr. Leo Weiß, Berlin S-W, Alexandrinenstraße 23
Charlottenburg, 20 Oktober 02

Lieber Einschlag!
Besuchen Sie mich vielleicht heute Nachmittag? Sie haben mir das wegen gestern hoffentl. nicht übel genommen, ich hatte die … Partie mit Paulis aber schon am Sonntag vor acht Tagen verabredet und es dann vergessen.
Es war schade, dass Sie nicht kamen, ich hätte Ihnen nicht so frühe Zeit angeben sollen. Wir haben aber trotzdem bis 4 Uhr gewartet.
Ich war gestern bei Frau K., doch davon heute Nachmittag. Jetzt will ich auf die Akademie. Besten Gruß   Ihr Koch

Max Klinger an Eduard Einschlag, 22.06.1914

Sehr verehrter Herr Einschlag!
Könnte ich Sie in diesen Tagen einen Moment sprechen (Freitag bis incl. Mont bin ich in Sachen DKB in Berlin u. Weimar). Es handelt sich um den Process Urban, dessen erster Verhandlung Mai 29.1913 Sie beigewohnt haben.
Hochachtungsvollst  Max Klinger  Leipzig 22. Juni 1914

Anmerkung:  Gemeint ist das Gerichtsverfahren zwischen Max Klinger und dem Maler Eugen Urban. Vgl.: Volker Schulte, Der Leipziger Künstlerverein (L.K.V.),   in: Leipziger Blätter, Sonderedition: Vergessene Avantgarde, Künstlerhaus und Nikikischplatz Künstlerhaus, Leipzig 2016, S.5 f.

Hellmuth Carsch an Eduard Einschlag, ohne Datum

Lieber Einschlag!
Seien Sie so lieb, mir auf 5 Tage 30 Mark zu leihen! Recht aufzufassen   Carsch

Anmerkung: Hellmuth Carsch (1899-1940), Schriftsteller und Bühnenautor, befreundet mit Emil Zuckmayer, emigrierte 1938 nach Panama. Sein Vater war Leopold Carsch (1874-1943) war Maler und Graphiker und wurde nach Theresienstadt deportiert, wo er starb. In Berlin wurde für ihn ein Stolperstein verlegt. Hellmuth Carsch war verheiratet mit der Lektorin Annemarie Seidler (1897-1936), der ältesten Tochter des OLGR Karl Seidler und Schwester des späteren OLGP Gerhard Seidler (1905-1987) in Braunschweig. Aus der Ehe gingen zwei Söhne Ludwig (1924-1944) und Andreas (1927-1945) hervor, die beide im Zweiten Weltkrieg als Soldaten verschollen sind.

Eduard Einschlag an Hellmuth Carsch

Ich las’ das reizende Gedicht:
Doch leider kann ich nicht
Grade am 1.ten
Es ist zum bersten    EdE

Eduard Einschlag an seine Familie, 11.12.1899

Königreich Bayern – Postkarte
An Familie Einschlag in Leipzig, Turnerstraße 25/III links
Handzeichnung „Fröhliche Weihnachten 1899 – wünscht Euer Edi“

Eduard Einschlag an Josef Einschlag, 23.06.1918

Kuvert: Herrn Josef Einschlag, Leipzig, Promenadenstr. 33
Abs.: Gefr. Einschlag, Kriegsgeschichtsgruppe Jaroslaw
Meine Lieben!
Ihr seid aber schreibfaul!! Ich höre eben dass Martin geschrieben hat. Das ist doch sehr schön, und es ist gut wenn er noch bleibt, ich kann das am besten beurteilen. Es ist möglich dass ich in 10 Tagen nach Leipzig komme. Ja, ja – also seid umärmelt von Euerm  Euch küssenden Eduard

Eduard Einschlag an seine Familie,  29.07.1919

Postkarte Frauenbildnis von E. Einschlag „Dame mit Spiegel“
An Familie Einschlag, Promenadenstr. 33  Poststempel: 29.7.19
Ihr L(ieben).! Heute habe ich viel schönes im Museum gesehen u. gelernt u. war unter den Linden u. durch den Tiergarten nach Hause gegangen. Es ist sehr unordentlich u. Berlins üble Leute laufen hier herum. Ausländische Offiziere etc. mit dem „Jlanz“ ist aus. Ich komme aber bald zurück, sowie Lotte zurück kommt. Meine Schwiegermutter fährt morgen fort. Hoffe Euch alle wohl u. sende Euch herzl. Küsse
Weiter auf der Vorderseite: u. Grüße Euer Eduard u. Liese.

Postkarte Frauenporträt, Entwurf von Eduard Einschlag (unbeschrieben), 1920

Hilfsverein Isr. Gewerbetreibender Leipzig e.V.  Kinderbeschenkung 1920

Eduard Einschlag an Kurt Taut, 1921

Herrn Kurt Taut  –  Lieber Taut Prosit Neujahr Ed. Einschlag

Anmerkung: Kurt Taut (01.03.1888 Obereichstädt–19.01.1939 Leipzig), Musikwissenschaftler, Bibliothekar, Direktor der Leipziger Musikbibliothek.

Eduard Einschlag an Kurt Taut, ohne Datum

Herrn Taut, Café Merkur (ohne Datum)
L. Taut! Sie sind wieder da?! Munch-Katalog! Möchte gerne meine Neugierde besänftigen. Event. bestelle ich den Katalog.
Herzl. grüßt – Eduard Einschlag

Josef Einschlag

Arthur Nikisch an Josef Einschlag, 06.03.1903

Arthur Nikisch, Thomasring 15, Leipzig
Herrn Josef Einschlag, Brühl 47, Leipzig (Kuvert)
Leipzig, 6. März 1903
Herzlichen Dank, lieber Herr Einschlag, für Ihren sehr lieben Brief und viele Grüße!
In höchster Eile im Moment der Abreise nach Petersburg.
Ihr treu ergebener Arthur Nikisch

Gustav Wohlgemuth an Josef Einschlag, 09.08.1905

Postkarte Ansitz Englar in Eppan (Überetsch)   9.VIII.05
Herrn Jos. Einschlag, Leipzig, Lindenstr. 14
Josef, teurer Freund!
Wir suchen hier Frau Potiphar!
Mit besten Grüßen Ihr  G. Wohlgemuth (zweiter Name unleserlich)

Heinrich Zöllner an Josef Einschlag, 15.08.1916

Herrn J. Einschlag, Vorsitz. d. Leipzig. N. Männerchores, Leipzig
Sehr geehrter Herr Einschlag!
Bei Durchsicht von alten Briefen fiel mir d. Ihrige vom 14. Nov. 15 in die Hand. Ich entsinne mich nicht, daß ich Ihnen Antwort gab – wahrscheinlich weil ich Ihre Adresse nicht angegeben fand. So versuche ich es jetzt ohne Adresse, da ja nicht so viele Einschlags in Leipzig vorkommen. …
Jedenfalls danke ich Ihnen, für die Mitteilung ……….. (schwer lesbar!)
lied in Ihrem Verein machten.
Herzl. für die Grüße Ihrer … Tochter, die ich freundlich erwidere, als ihr ganz recht?
Heinr. Zöllner
Freiburg, d. 15. Aug 16
Fuchsstraße 14

Karl Wendling an Josef Einschlag, 19.07.1917

Herrn Josef Einschlag, Leipzig Promenadenstr. 33
Geehrter Herr Einschlag!
Hiermit danke ich Ihnen sehr für die Empfehlung betr. Buches, welches ich mit größtem Interesse lese.
Mit bestem Gruß
Prof. Wendling
19. Juli

Hans Winderstein an Josef Einschlag, 1919

Fotopostkarte Porträt Hans Winderstein
An: Jos. Einschlag, Brühl 47, ohne Datum (1919?)
Sehr geehrter Herr Einschlag!
Ich habe Sie nicht vergessen, und hoffe Ihnen nach meiner Rückkehr genügen zu können. In den letzten Tagen des October habe ich ziemlich Ruhe – 21. bis 24. bin auswärts – u. würde mir Ihr Besuch am 30. oder 31. October angenehm sein.
Besten Gruß!
Ihr sehr ergebener
H. Winderstein

Arthur Nikisch an Josef Einschlag, 30.03.1919

Herrn Josef Einschlag, Promenadenstr. 33
Leipzig, Sonntag (30.03.1919)
Lieber Herr Einschlag,
Ich bedaure sehr, durch den Todesfall in Ihrer Familie Ihrer wertvollen Mitwirkung bei der „Neunten“ verlustig zu gehen.
Zu dem schmerzlichen Verlust, den Sie erlitten haben, spreche ich Ihnen mein aufrichtiges Beileid aus.
Mit besten Gruß
Ihr ergebener Arthur Nikisch

Anmerkung: Das Schreiben bezieht sich auf den Tod des Bruders von Josef Einschlag. Da Franz Xaver Armhaus am 27.03.1919 starb, hat Nikisch diesen Brief wohl am Sonntag den 30.03.1919 geschrieben.

Wanda Einschlag

Oskar Noë an Wanda Einschlag, 10.01.1906

Frl. Wanda Einschlag, Leipzig, Lindenstraße 14
Ansichtskarte Toscolano (Lago di Garda)
Maderno, 10.I.1906
Mit herzlichem Dank f(ür) d(ie) freundlichen Wünsche erwidere ich dieselben  warm als Ihr Sie schätzender Lehrer – Oskar Noë

Otto von Ecker Eckhofen, Lucie, Frieda und Hedwig Ammann an Wanda Einschlag, 03.03.1909

Ansichtskarte: Nordhausen, Museum u. Kaiser Friedrich-Denkmal (Poststempel: 3.3.09)
Fräulein Wanda Einschlag, Leipzig, Weststraße 27

Nach glücklichen und mit großem Erfolg begleiteten Concert
Herzl. Grüße Dr. Frh v. Ecker Eckhofen
Lucie Ammann
Frieda Ammann
Hedwig Ammann

Anmerkungen:
Dr. Otto von Ecker Eckhofen (1873-1919), Gesangspädagoge und Oratoriensänger, Tenor; aus Graz, studierte bis 30.06.1908 in Leipzig bei Merkel, von Bose und Noë; Wohnung in Leipzig, Könneritzstraße 23.
Lucie Dora Elisabeth Ammann (06.09.1884 Paris-26.05.1926 ebda.), Tochter von Frieda und David Ammann, studierte in Leipzig Klavier, verheiratet mit Kalantar der Mazdaznan-Bewegung für Frankreich Carlos Bunge (15.06.1889-1944 Buenos Aires).
Frieda Ammann geborene Brugger (05.05.1862-26.07.1955 Los Angeles), Tochter eines Pfarrers, seit 1882 verheiratet mit dem Begründer des Mazdaznan-Bewegung David Ammann, lebte seit 1905 mit ihren Kindern in Leipzig, die hier am Konservatorium studierten. Ihr Mann folgte ihr erst 1907 hierher und gründete im gleichen Jahr die Zarathustra-Gesellschaft.
Hedwig Charlotte Ammann (05.11.1885 Zürich-10.05.1986 Norco), jüngste Tochter von Frieda und David Ammann, studierte in Leipzig Violine. Sie leitete mit ihrem Mann, dem Rechtsanwalt Otto Rauth, die Leipziger Zentrale der Mazdaznan-Bewegung, nach deren Verbot wurde sie bis 1942 im KZ Ravensbrück interniert.

Gustav Hermann an Wanda Einschlag, 13.10.1916

Gustav Herrmann  Richard-Wagner-Straße 3-4, Leipzig
Frl. Wanda Einschlag, Promenadenstraße 33 III, hier (Kuvert)

13. Oktober 16
Hochverehrtes Fräulein!
Hier ist das harmlose Bettlerlied – das allerdings seiner Diktion nach keine Kürzung vertragen würde.
Ihr Lied ist jetzt i/Kopie – damit ich es öfters besitze, wenn ich etwas erreiche teile ich es Ihnen mit. Vielleicht könnten Sie mich die Op Nr. wissen lassen?
Mit nochmaligen herzlichen Dank an Sie und Ihren Herrn Vater für die freundliche Aufnahme und Sie speziell für die künstlerische Beschäftigung mit meiner Lyrik
Bin ich ganz ergeben
Ihr Gustav Herrmann

Maximilian Bern an Wanda Einschlag, 03.04.1915

Kuvert: Fräulein Wanda Einschlag, Konzertsängerin, Berlin, Fasanenstraße 32, durchgestrichen und ersetzt: Tempelhof, Friedrich-Franz-Str. 36 III b. Barlonius (Kuvert)
3. April 1915                                                          Berlin W 15
Pfalzburgerstraße 4
Sehr geehrtes Fräulein!
Heute fiel mir zufällig eine Zuschrift Ihres Bruders aus seinen längst vergangenen Berliner Tagen in die Hand und erinnerte mich an Sie. Dieser Umstand führt Ihnen zwei Künstlerkarten zum bevorstehenden IV. Vortragsabend einer genialen Tragödin zu, der Sie bereits vor 3 Jahren glaube ich, gelauscht haben, und deren diesmaliges Programm mir für eine Sängerin doppelt interessant scheint – rezitiert Frl. Irma Strunz doch auch manches Gedicht, das sonst meist nur gesungen wird.
Mit bestem Gruße  Maximilian Bern

Anmerkung: Die erwähnte Irma Strunz heiratete 1923 den Arzt Paul Bargehr.

Hubert Patáky  an Wanda Einschlag, 06.11.1912

Schloss Meineck, Berlin Zehlendorf  6.11.12
Frl. Wanda Einschlag, Charlottenburg 4, Wielandstraße 4

Sehr geehrtes Fräulein,
Leider war ich gestern bettlägerig und konnte daher Ihrer freundlichen Einladung nicht folgen. Ich bitte nun vielmals um Entschuldigung und würde mich sehr freuen, wenn Sie mir in der nächsten Woche wieder eine Stunde, wenn es geht nachmittags, bestimmen würden, in der ich Ihnen etwas von meinen Liedern vorspielen kann.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Ergebenst
Hubert Patáky

Anmerkung: Hubert Patáky, auch Hubert Hommelsheim-Patáky, (Pseud.: Huert Pata); Belgischer Komponist insbesondere von Filmmusik,  (16.02.1892 Lüttich-25.09.1953 Berlin), P. wuchs in Düsseldorf auf und studierte Musik bei Paul Juon in Berlin; Sohn eines Rechtsanwalts; NSDAP-Mitglied seit 29.02.1932. Werke: Chinesische Lieder nach Dichtungen von Tschan-Jo-Su (19. Jahrhundert), Sang-Sli-Po (1821-1870), Li-Tai-Po (702-763), Khong-Fu-Tse (551-478 vor Chr.) und aus der Sammlung „Schi-king“ aus dem 12-7 Jahrh. vor Chr. Op. 4.; Berlin 1911. Traumliebe, Musikdrama in 2 Aufzügen oder einem Akt. Op. 25, Berlin 1925. Es konnten keine weiteren Belege zur Zusammenarbeit mit Wanda Einschlag gefunden werden.

Hubert Patáky an Wanda Einschlag, 28.11.1912

Hubert Patáky, Berlin-Zehlendorf, Schloß Meineck (Visitenkarte)
Frl. Wanda Einschlag, Charlottenburg 4, Wielandstr. 4 (Kuvert)  28.11.12 (Poststempel)

Sehr geehrtes gnädiges Fräulein,
Am Sonnabend den 7. Dezember bin ich um 4 Uhr Nachmittag bei Ihnen, um die Lieder mit Ihnen durchzugehen.
Mit herzlichem Gruß ergebenst

Hubert Patáky an Wanda Einschlag, 08.12.1912

Hubert Patáky, Berlin-Zehlendorf, Schloß Meineck (Visitenkarte)
Frl. Wanda Einschlag, Charlottenburg 4, Wielandstr. 4 (Kuvert)

Sehr geehrtes gnädiges Fräulein                                                          8.12.12
Morgen, Montag Mittag um 12 ½ Uhr erwarte ich Sie am Berliner Wannseebahnhof. Sollten Sie nicht kommen können, so erbitte ich bis 10 Uhr telefonischen Bescheid. Vielleicht übergeben wir das Konzert doch der Agentur Guttmann. Nun, wir werden ja morgen sehn.
Mit bestem Gruß ergebenst

Anmerkung: Es konnten keine weiteren Hinweise auf das erwähnte Konzert und eine Agentur Guttmann ermittelt werden.

Hubert Patáky an Wanda Einschlag, 31.12.1912

Frl. Wanda Einschlag, Charlottenburg 4, Wielandstraße 4, durchgestrichen und ersetzt: Leipzig, Weststraße 27 (Poststempel: 31.12.12)
Ansichtkarte: Königl. Gemälde-Galerie Dresden, Paolo Veronese, Christus in Emmaus
Vorderseite: Frohes neues Jahr und beste Grüße ergebenst Hubert Patáky.

Anmerkung: Offenkundig ist Wanda Einschlag im Dezember 1912 wieder nach Leipzig zurückgekehrt, ohne Hubert Patáky zuvor darübere zu informieren.

Heinrich Zöllner an Wanda Einschalg, 27.04.1914 (Poststempel)

Frl. Wanda Einschlag, Weststraße 27, Leipzig (Kuvert)

Sehr geehrtes und liebes Fräulein!
Lassen Sie mich Ihnen herzlichl. Dank sagen für die frdl. Geburtstagswünsche!
Seien Sie überzeugt dass ich Ihnen jederzeit mein Interesse widmen werde!
Was studieren Sie jetzt? Und was schreiben Sie: Was macht die Stimme?
Grüßen Sie auch Ihren verehrten Vater bestens von mir – ich lasse auch ihm bestens f.d. Gruß danken!
Ihr herzlich ergebener Heinr. Zöllner
Freiburg i. Br. 27. Juli 1914, Fuchsstr. 14

Anmerkung: Wanda Einschlag hatte Heinrich Zöllner vermutlich zu dessen 60. Geburtstag gratuliert.

Carl Wendling an Wanda Einschlag, 22.11.1917 (Poststempel)

Abs.: Prof. Wendling, Leipzig, Rob.-Schumann-Str. 1
Fräulein Wanda Einschlag, bei Josef Einschlag, Leipzig (ohne Straße!)

Wertes Fräulein Einschlag,
Entschuldigen Sie, wenn ich etwas verspätet Ihnen meinen besten Dank ausspreche für freundliche Gratulation.
Grüße zu Hause  Carl Wendling

Anmerkung: Wanda Einschlag hatte Carl Wendling vermutlich zu dessen 60. Geburtstag gratuliert.

Martin Seydel an Wanda Einschlag, 01.01.1919

Frl. Wanda Einschlag, Leipzig, Promenadenstr. 33, Bleistiftergänzung: Thomasiusstr. 4 III re. Fr. Krüger

Leutzsch, 1.1.1919
Herzliche Erwiderung der freundlichen Wünsche und Dank für das reizvolle Lied. Hoffentlich sehen wir uns einmal, ich wollte schon immer einmal anrufen.
Beste Grüße und v. H.z.H. [von Haus zu Haus] Ihr Prof. Seydel