dr. jur. Hubert Lang

Martin Drucker – Das Ideal eines Rechtsanwalts

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec, pellentesque eu, pretium quis, sem. Nulla consequat massa quis enim. Donec pede justo, fringilla vel, aliquet nec, vulputate eget, arcu.

In enim justo, rhoncus ut, imperdiet a, venenatis vitae, justo. Nullam dictum felis eu pede mollis pretium. Integer tincidunt. Cras dapibus. Vivamus elementum semper nisi. Aenean vulputate eleifend tellus. Aenean leo ligula, porttitor eu, consequat vitae, eleifend ac, enim. Aliquam lorem ante, dapibus in, viverra quis, feugiat a, tellus.

Phasellus viverra nulla ut metus varius laoreet. Quisque rutrum. Aenean imperdiet. Etiam ultricies nisi vel augue. Curabitur ullamcorper ultricies nisi. Nam eget dui. Etiam rhoncus. Maecenas tempus, tellus eget condimentum rhoncus, sem quam semper libero, sit amet adipiscing sem neque sed ipsum. Nam quam nunc, blandit vel, luctus pulvinar, hendrerit id, lorem. Maecenas nec odio et ante tincidunt tempus. Donec vitae sapien ut libero venenatis faucibus. Nullam quis ante. Etiam sit amet orci eget eros faucibus tincidunt. Duis leo. Sed fringilla mauris sit amet nibh. Donec sodales sagittis magna. Sed consequat, leo eget bibendum sodales, augue velit cursus nunc,

15. Juli 1946

Herrn
Landgerichtspräsidenten   (Alfred) N e u
L e i p z i g
Sehr verehrter Herr Präsident!

Gestatten Sie mir, dem bei Ihnen zur Weitergabe an die Landesverwaltung – Justiz – eingereichten Gesuche des Herr Dr. (Georg) S c h w a l m
einige Geleitworte mit auf den Weg zu geben.
Ueber die ausgezeichnete juristische Qualifikation Schwalms sind wir uns einig, wie ich aus gelegentlichen Gesprächen weiss. Für die Zuverlässigkeit seines Charakters und die Sauberkeit seiner Anschauungen stehe ich ein. Während er als Referendar bei mir tätig war, habe ich ihn gründlich genug kennen gelernt. Ich konnte ihm unbedenklich Aufgaben stellen, die man in der Regel jugendlichen Referendaren nicht anvertraut.
Wenn es aus Gründen, über die zu rechten nicht am Platze ist, nicht angeht, eine so wertvolle Kraft in den Justizdienst aufzunehmen oder zur akademischen Laufbahn zuzulassen, so wird die standesbewusste Rechtsanwaltschaft mit seinem Beitritt in ihren Kreis zweifellos gern einverstanden sein. Seinem darauf gerichteten Wunsche steht aber die Gepflogenheit der Landesverwaltung entgegen, Neuzulassungen jetzt vorzunehmen. Ich bin der Meinung, dass diese Regel nicht an Beachtlichkeit verliert, sondern dass ihre Richtigkeit erhärtet wird, wenn in einem besonderen Falle eine Ausnahme eintritt. Der Fall Schwalm schreit geradezu – ich bitte diesen kräftigen Ausdruck nicht zu beanstanden – nach einer Ausnahmemassregel. Es handelt sich darum, einen ausgezeichneten Mann, der seine Altersgenossen weit überragt, dem Juristenberufe zu erhalten und ihn (nicht) vor die bittere Wahl zwischen Handarbeit und Auswanderung zu stellen.
Deshalb bitte ich Sie, wenn Sie in der Hauptsache mit meiner Auffassung übereinstimmen, das Zulassungsgesuch des Herrn Dr. Schwalm Ihrerseits zu unterstützen. Selbstverständlich bin ich damit einverstanden, dass Sie diese meine Aeusserung zur Kenntnis der Landesverwaltung – Justiz – bringen, und lege deshalb einen Durchschlag bei.

Mit besten Grüssen
Ihr

Anmerkung:
Prof. Dr. Georg Schwalm (1905-1979), Strafrechtler, vor 1933 LGR in Dresden, danach bis 1935 im Sächsischen Justizministerium, 1954 Ministerialrat im Bundesjustizministerium, Professur in Erlangen-Nürnberg, später Bayreuth, Freiburg; Vater des sächsischen Generalstaatsanwalt (1990) Jörg Peter Schwalm (* 1942 Leipzig)