dr. jur. Hubert Lang

Martin Drucker – Das Ideal eines Rechtsanwalts

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Amsterdam, 21. Juli 1946.
Haarlemmer Meerstraat 93.

Sehr geehrter, lieber Herr Justizrat!

Auf dem kuerzesten Wege, naemlich via Trixi aus New York, erhielt ich gestern Ihre neue Adresse und da nun endlich die Postverbindung von hier nach Deutschland einigermassen funktioniert, moechte ich Ihnen sogleich einige Zeilen senden, um Ihnen zu sagen, wie sehr meine Frau und ich sich gefreut haben, dadurch ein Lebenszeichen von Ihnen zu erhalten.
Dass Bernhards Freund Peter im Osten gefallen war, hatten Sie uns ja seinerzeit selbst geschrieben, und wir nehmen an, dass Sie auch unsere damalige Condolenzzeilen erhalten haben. Aber nun hoeren wir durch Trixi, dass auch Ihr lieber Heinrich ein Opfer des Krieges geworden ist. Empfangen Sie unser herzlichstes, aufrichtigstes Beileid zu dem doppelten schweren Verlust. Wie viele Ihrer Wuensche und Hoffnungen sind mit diesen beiden prachtvollen jungen Menschen dahingegangen!
Ueber das Schicksal von uns Beiden werden Sie wohl nur zum Teil unterrichtet sein. Im Mai 1943 musste auch ich in das beruehmte Lager Westerbork, von wo ich erst nach zwei Monaten Dank der energischen Bemuehungen meiner tapferen Frau auf Grund unserer Mischehe entlassen wurde. Aber die Angst und die Sorgen rissen auch dann nicht ab und der Hungerwinter 44/45 war wirklich nicht „von Pappe“, sodass wir heilsfroh waren, als endlich auch fuer uns die Befreiung kam. Inzwischen haben wir uns gut erholt und fuehlen uns hier sehr wohl.
Dass wir noch haeufig an Leipzig und die alten Freunde und Bekannten zurueckdenken, ist doch selbstverstaendlich, und wenn ich Sie bitte, uns bald einmal recht ausfuehrlich ueber alles zu berichten, so koennen Sie schon daraus unser immer noch lebhaftes Interesse erkennen.
Wie geht es Ihnen, lieber Herr Justizrat, selbst gesundheitlich?
Was haben Ihre Toechter waehrend des Krieges getan und sind sie in Ihrer Naehe geblieben? Von Renate habe ich immer noch die Erinnerung, wie sie mit Fritz Nachod auf dessen Motorrad an unserem Hause vorbeisauste, winkend und strahlend. So eilt die Zeit dahin!
Wie geht es Dr. Eckstein; was hoeren Sie von „Cerf’chen“?
Wie geht es Gustav Melzer? Ist von Eitners Lagerhaeusern etwas stehen geblieben? Wer sind jetzt die grossen Matadoren am Bruehl?
Wenn Sie uns recht eingehend schreiben wuerden, so wuerden Sie uns wirklich eine Freude bereiten.
Von meinen Toechtern haben wir regelmaessige, gute Berichte. Valeries Maedels sind schon zahn, bez. zwei Jahre alt. Mit Trixis Besuch haben wir uns natuerlich sehr gefreut. Sie koennen sich denken, was es da alles nach diesen sechs schicksalsschweren Jahren beiderseitig zu erzaehlen gab.
Ihr Freund Justizrat Magnus hatte mit der ihm eigenen Energie und Elastizitaet sich auch hier einen Kreis geschaffen, in dem er durch Vortraege, etz. Anregung bot. In Westerbork sprach ich ihn fast taeglich, aber er ist ja allem Anschein nach auch im Osten ein Opfer des Naziterrors geworden.
Falls Sie mal irgendwelche Auskunft ueber Personen oder Angelegenheiten hier in Niederland brauchen, stehe ich Ihnen, soweit mir das nur irgend moeglich ist, gern zur Verfuegung.
Mit allerbesten Wuenschen fuer Ihr und Ihrer Lieben Wohlergehen und herzlichen Gruessen an alle Bekannten verbleibe ich Ihr

Wilhelm Breslauer

Besonders herzliche Gruesse auch von meiner Frau!
Wie geht es Ihren Bruedern Karl und Conrad, sowie dessen netter englischen Frau, mit denen wir öfters in Marienbad zusammen waren.