dr. jur. Hubert Lang

Martin Drucker – Das Ideal eines Rechtsanwalts

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Sehr geehrter Herr Kollege Kaufmann!

Mit grosser Freude habe ich Ihren Brief vom 11. Juli dieses Jahres bekommen. Ich hatte bereits vor einiger Zeit mich in London nach Ihnen erkundigt, darauf aber noch keine Antwort bekommen. Es gereicht mir zu besonderer Befriedigung, aus Ihrem Briefe zu entnehmen, dass Sie als Solicitor zugelassen worden sind.
Mit Ihrer Vermutung, dass ich mich vor Arbeit nicht zu retten können würde, wenn einmal die Wiederherstellung früherer Rechte und Werte ernsthaft in Gang komme, haben Sie sicherlich recht. Schon nach meiner Rückkehr aus Jena, wohin ich im März 1945 übergesiedelt war, um mich weiteren Verfolgungen durch die Nazis, die mich damals ins Konzentrationslager bringen wollten, zu entziehen, bin ich bis an die äusserste Grenze meiner Leistungsfähigkeit mit Arbeit beschäftigt. Dazu braucht es gar nicht des Ihnen in Zukunft erwartenden Zustandes der Wiederherstellung früherer Rechte. Auch unter den jetzigen Verhältnissen ist ein volles Mass an Anwaltsarbeit vorhanden, dass wohl ausnahmslos jeder der wieder zugelassenen Rechtsanwälte überbeschäftigt ist. Die Arbeit wird nicht dadurch erleichtert, dass in Verbindung mit der recht komplizierten staatsrechtlichen Lage die Anwendbarkeit früherer Gesetze und Verordnungen in jedem einzelnen Falle übergeprüft werden muss. Die ehemalige einheitliche deutsche Rechtsverfassung besteht nicht  mehr. Nicht nur in jeder Zone, sondern auch innerhalb der Zonen besteht Selbständigkeit der Gesetzgebung in jeder einzelnen Provinz. Für Wiedergutmachungsansprüche, an die Sie wohl gedacht haben, fehlt noch jede grundsätzliche Regelung.
Ueber Frau Marie Menkes, die ich als eine Tante meines früheren Sozius Dr. (Erich) Cerf beraten habe, solange sie noch in Leipzig war, habe ich bisher etwas Zuverlässiges noch nicht erfahren können. Es heisst aber, sie sei ebenso wie Tausende anderer nach ihrem Abtransport ein Opfer der bekannten Greuel geworden.
Dass Ihr Onkel Willy (Kaufmann) vor einigen Jahren in Palästina gestorben sei, war mir schon einmal gerüchtweise bekannt geworden. Sie wissen, wie hoch ich ihn geschätzt habe;  sein Andenken werde ich stets in Ehren halten. Kollege Eckstein erwidert Ihre freundlichen Grüsse bestens. Ich verbleibe in der Hoffnung, gelegentlich wieder etwas von Ihnen zu hören,

Ihr ergebener (Drucker)