dr. jur. Hubert Lang

Martin Drucker – Das Ideal eines Rechtsanwalts

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Gotha, 26.10.1945

Mein lieber, bester Fempe,

zuerst einmal möchte ich die leider versäumten Glückwünsche zum Geburtstag nachholen und Ihnen alles Gute für dieses neue Lebensjahr wünschen. Sie sehen, lieber Fempe, Sie werden hier noch sehr gebraucht und ich habe die Hoffnung, daß Ihre Arbeit allmählich wieder etwas erfreulicher wird und Ihnen eine kleine Befriedigung wenigstens gewährt wird. Sonst ist ja alles noch recht unerfreulich und die zur Zeit herrschende Atmosphäre lastet noch sehr auf mir. Ich hatte mir den Frieden doch sehr anders gestaltet vorgestellt. Und von Aufbau und der Freude positiven Schaffens nach so langen Jahren Zuchthaus ist eben auch noch nichts zu spüren.
Gotha ist ein Nest, von dem man nicht viel verlangen kann, ich bin aber dankbar, daß ich in der Obhut meiner Eltern sein kann, die zur Zeit ja vieles erleichtert, so die Sorge um das tägliche Brot. Gluecklich bin ich, daß auch wir ab 15.XI. eine neue und ordentliche Wohnung beziehen werden, in der jeder seinen Raum haben kann, schöne Lage und gutes Haus. Dieses hier bricht uns über den Kopf zusammen.
Meine Prüfung hat sich wieder verschoben und so wird es, zumal im November erst noch umgezogen werden muß, doch Dezember werden, bis ich einmal nach dem alten guten Leipzig kommen kann. Ich freue mich unendlich darauf, ein langer Schwatz mit Fempe, Renatchen und Ursel wird mich für viele Entbehrungen entschädigen. Also: ich komme sobald ich es einrichten kann.
Sehr gespannt bin ich auf die neue Wohnung, Ihre neue Arbeit, lieber Fempe, von der Sie mir erzählen muessen und … … … mein Patenkind, natürlich auch auf Michael.
Herbert wollte ich neulich Post für Sie und Ursel mitgeben, aber ich bin zur Zeit so schwer zum Schreiben zu bewegen. Ich hoffe, er hat meine allerbesten Grüße an Sie überbracht. Leider habe ich nichts mehr von ihm gehört, er wollte versuchen, Post über die Grenze zu bringen, aber ich nehme an, daß er jetzt bald von sich hören lassen kann, denn zur Zeit soll ja Postverkehr im ganzen Deutschen Reich möglich sein.
Von meinem Brüderlein haben wir noch keinerlei Nachricht. Ich mache mir Sorgen. – Haben Sie zwischenzeitlich von Ina gehört? Wie mag es ihr ergangen sein? Ich möchte sehr gerne von ihr wissen. Da oben war es sicher oft sehr unerquicklich. Daß Heinrich und Peter nicht mehr zurückkehren werden, ist ein sehr bitterer Gedanke. Ich denke so oft an die glücklichen Tage in Großbothen. War die Welt damals noch schön und reich!! Ob man einmal wieder so froh sein wird? Ach, Fempe, viel hat das Leben genommen – und das mir wertvollste ist doch die Freundschaft zu Ihnen geblieben. Ich bin Ihnen auch sehr dankbar, lieber bester Fempe, daß Sie mir Ihre Freundschaft bewahrt haben – es muß nicht immer leicht gewesen sein, scheint mir.
Mein lieber Fempe, grüßen Sie das … und Renate sehr herzlich und sagen Sie der Ursula, daß ich ihr noch sehr schön für den letzten Brief danke und bald auch schreiben werde. Ich freue mich sehr auf ein Wiedersehen und hoffe Sie tun es auch.
Für heute herzliche Grüße und nochmals alles Gute für Sie, Fempe, und das Urselchen muß nicht unbedingt auf meinen Brief warten, wenn es sie drängen sollte, mir zu schreiben. Ich freue mich auch über die …  …, die mir von Ihnen allen berichtet sehr.

Ihre alte Hauboldine