dr. jur. Hubert Lang

Martin Drucker – Das Ideal eines Rechtsanwalts

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14. Dezember 1946

Lieber Herr Alois!

Erst heute kann ich eine Antwort auf Ihren Brief vom 3. Oktober ds. Js. diktieren, weil ich seit fast zwei Monaten an Rippenfellentzündung krank zuhause war und erst jetzt, nachdem die Krankheit behoben ist, mich meinen persönlichen Angelegenheiten wieder zuwenden kann. Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Glückwünsche zu meinem Geburtstag. Ihr Brief kam nur wenige Tage verspätet an. Der Geburtstag wurde von meinen Töchtern, meiner Schwiegertochter und meinen Enkeln sehr herzlich gefeiert, und zu meiner großen Freude kam auch meine Schwester, Frau (Betty) Mannsfeld, die bei ihrem Schwiegerson Dr. (Eduard) von Bose, dem Amtsgerichtsdirektor in Borna bei Leipzig, wohnt, herüber. Diese Schwester und ich sind ja die letzten von uns sechs Geschwistern in Deutschland. Aber meine Brüder in Schweden und England nahmen auch brieflich an meinem Geburtstag teil.
Es freut mich sehr zu hören, daß es Ihnen und Ihrer Frau gut geht. Ihre Vermutung, dass Ihr Herzleiden nervöser Art ist, wird sich hoffentlich bestätigen, denn Derartiges ist in diesen Jahren sehr häufig. Ihre Anstellung beim Postamt ist doch sehr erfreulich, aber hoffentlich können Sie dabei den doch sehr angenehmen Posten bei Geheimrat Kisskalt weiter behalten.
Dass der Herr Geheimrat einige Monate im Internierungslager hat verbringen müssen, wundert mich nicht. Alle Persönlichkeiten, die im deutschen Bankwesen hervorgetreten sind, wurden ja zunächst beargwöhnt. Das aber scheint nun überwunden zu sein.
Es tat mir sehr leid, dass ich seine Arbeit über das Versicherungswesen, weil sie nicht im Druck erscheint, nicht lesen kann. Bitte danken Sie ihm in meinem Namen für seine Bereitwilligkeit, mir über Fragen des Versicherungswesens Auskunft zu geben. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ich davon gelegentlich Gebrauch machen werde. Das Versicherungswesen ist allerdings in Deutshcland gan uneinheitlich geworden. In der russischen Zone gilt eine ganz andere Verfassung als in den anderen Zonen. Bei uns gibt es überhaupt keine privaten Versicherungsunternehmungen mehr, und den auswärtigen ist der Geschäftsbetrieb untersagt.
Der von Ihnen erwähnte Geheimrat (Wilhelm) Kisch ist mir wohlbekannt. Ich nehme aber nicht an, dass er sich meiner erinnert, denn wir sind uns wohl nur ein oder zweimal bei Kongressen, etwa auf dem Juristentage, flüchtig begegnet.  Es ist in der Tat ein ganz bedeutender Gelehrter.
Meine Töchter und meine Schwiegertochter schließen sich den herzlichen Grüssen an, die ich Ihnen und Ihrer Gattin sende.
(Drucker)