dr. jur. Hubert Lang

Publikationen

Juden in Leipzig

Manfred Unger/Hubert Lang (Bearbeiter)
Herausgeber: Rat des Bezirkes Leipzig, Abteilung Kultur
Leipzig 1989

„Juden in Leipzig“ erschien zum 51. Jahrestag der Reichspogromnacht genau ein Jahr nach Eröffnung der Ausstellung zum gleichen Thema im Kroch-Hochhaus quasi als Ausstellungskatalog.

Als Herausgeber fungierte die Abteilung Kultur des Rates des Bezirkes Leipzig, die auch die Ausstellung staatlicherseits verantwortet hatte.

Die konzeptionelle Vorbereitung der Ausstellung lag in den Händen von Manfred Unger und Hubert Lang, die dann auch dieses Buch erstellten. Die Ausführungskonzeption wurde durch den Hausherrn Rainer Behrens, den Kustos der Karl-Marx-Universität, verantwortet. Das Ausführungsprojekt wie auch die Gestaltung des Buches übernahm Heinz Hantschmann. Jochen Fiedler gestaltete die drei Plakate für die Ausstellung, die damals an allen Litfaßsäulen der Stadt zu sehen waren.

Im Zentrum der Ausstellung standen die Porträtaufnahmen namenloser Leipziger Juden des Fotografen Abraham Mittelmann. Dieses Fotoarchiv befand sich damls im Besitz der Leipziger Fotografin Gudrun Vogel, welche die Fotos für die Ausstellung zur Verfügung stellte. Heute befindet sich dieser einzigartige historische Schatz der Leipziger Stadtgeschichte in den Händen einer Privatperson. Deshalb sind bis heute weder eine konservatorische Sicherung der empfindlichen Glasplatten und noch eine angemessene Aufarbeitung und wissenschaftliche Nutzung des Fotoarchivs möglich.

Das Vorwort für das Buch schrieb der Historiker Manfred Unger. Er war bis dahin – neben Bernd-Lutz Lange – der einzige, welcher sich mit der jüdischen Geschichte Leipzig wissenschaftlich befasste.

> Vorwort (PDF, 5,6 MB)

Obwohl das Buch in einer sehr großen Auflage gedruckt wurde, ist es heute nur noch antiquarisch erhältlich.